Polizei fasst Parksünder-Jäger

Sein Taschenmesser machte Falschparkern das Leben schwer

Seit Ende März häuften sich im Bereich der Straßen Laufgraben und Papendamm die Klagen über zerstochene Reifen. Jetzt erwischten Zivilfahnder den mutmaßlichen Übeltäter. Sein Schweizer Taschenmesser hatte selbst vor ihrem Wagen keinen Halt gemacht.

Hamburg. Die Polizei geht bei dem Mann, der in unmittelbarer Nähe des Tatortes wohnt, von einem übersteigerten Rechtsbewusstsein aus, denn mit seinem Taschenmesser rückte er nur falsch geparkten Autos zuleibe. Für die Halter war dies doppelt ärgerlich: Sie kamen morgens nicht nur zu spät zur Arbeit, sondern blieben auch auf den Reparaturkosten sitzen, weil die Versicherungen für derartige Schäden nicht aufkommen. In dieser Situation schalteten sich die Beamten des Polizeikommissariats 17 ein.

Eine Woche hatten sich die Zivilfahnder in dem Bezirk Nacht für Nacht auf die Lauer gelegt. Schließlich ertappten sie den Parksünder-Jäger am Mittwochabend auf frischer Tat. Für den Einsatzwagen, den die Beamten wie immer im Papendamm abgestellt hatten, kam dabei allerdings jede Hilfe zu spät. Auch an diesem Fahrzeug hatte der 55-Jährige mit seinem Schweizer Taschenmesser einen Reifen zerstochen.