Heute 17 Uhr

Stevens betreut HSV gegen Wolfsburg

Trainer Huub Stevens wird den Hamburger SV im Heimspiel am Sonntag (17.00 Uhr) gegen den VfL Wolfsburg betreuen. Der 53-Jährige, dessen Frau nach einer Operation im künstlichen Koma liegt, nahm am Sonnabend ein Flugzeug von Rotterdam nach Hamburg und sollte am Nachmittag das Abschlusstraining des Fußball-Bundesligisten unter Ausschluss der Öffentlichkeit leiten.

"Wir freuen uns sehr, dass Huub Stevens gegen Wolfsburg auf der Bank sitzen wird", sagte HSV-Pressesprecher Jörn Wolf am Samstag. Direkt nach der Partie wird der Niederländer allerdings zurück in seine Heimat fliegen. Bei einem Erfolg wäre es der 100. Sieg von Stevens als Bundesliga-Trainer.

Damit rückt Co-Trainer Markus Schupp, der seit zehn Tagen die Übungseinheiten leitet, wieder ins zweite Glied. Er hatte sich täglich mit dem Chefcoach telefonisch abgestimmt. Voraussichtlich "Grünes Licht" wird es für Regisseur Rafael van der Vaart geben. Der 24-Jährige hat nach seiner Wadenzerrung am Freitag einen großen Teil des Mannschaftstrainings absolviert. "Es sieht gut aus", meinte Wolf.

Hohe Konzentration wird der HSV auf den brasilianischen Ballkünstler Marcelinho legen. "Er ist der Dreh- und Angelpunkt der Wolfsburger Offensive, darauf werden wir uns einstellen. Ihn müssen wir aus dem Spiel nehmen", forderte Schupp vor der Partie gegen den Tabellen-Nachbarn, bei dem der von mehreren Clubs umworbene Nationalspieler Mike Hanke auszufallen droht. Er hat Probleme mit der Patellasehne im Knie, die ihm auch schon zuletzt zu schaffen machten.

VfL-Trainer Klaus Augenthaler wird daher aller Voraussicht nach mit Diego Klimowicz als einziger Spitze beginnen. Das heißt aber nicht, dass die "Wölfe" sich allein auf die Defensive beschränken wollen. "Es ist ein Aufwärtstrend erkennbar. Deshalb können wir mit breiter Brust nach Hamburg fahren. Wir spielen dort um drei Punkte", kündigte Augenthaler an. Auf der rechten Abwehrseite wird Uwe Möhrle oder Hans Sarpei den gelbgesperrten Facundo Quiroga ersetzen.

( lno )