Flugverkehr: Nasa glaubt an Meteoriten

Glühendes Objekt zerstört fast Passagier-Jet

Eine chilenische Passagiermaschine ist auf dem Weg nach Neuseeland glühenden Objekten aus dem Weltall gefährlich nahe gekommen.

Santiago. Eine chilenische Passagiermaschine ist auf dem Weg nach Neuseeland glühenden Objekten aus dem Weltall gefährlich nahe gekommen. Das Flugzeug sei nur 20 Sekunden von den Objekten entfernt gewesen, erklärte der neuseeländische Luftfahrtexperte Tony Dickson. Damit hätte der Pilot kaum Zeit zum Reagieren gehabt. Der Vorfall ereignete sich bereits am Montagabend, wie die chilenische Fluggesellschaft LAN mitteilte. Der Pilot des Airbus 340 sichtete die glühenden Objekte demnach etwa neun Kilometer vor und hinter der Maschine.

Nasa-Sprecher Nicholas Johnson erklärte, vermutlich habe es sich um einen in der Erdatmosphäre zerfallenden Meteoriten gehandelt. Er wies damit auch unter Bezug auf die Daten der russischen Raumfahrtbehörde die Angaben eines Sprechers der neuseeländischen Flugaufsicht zurück, wonach es Weltraumschrott gewesen sein könnte, dem die chilenische Maschine begegnet sei. Airways-New-Zealand-Sprecher Ken Mitchell hatte erklärt, es könne sich um die Reste einer russischen Frachtkapsel gehandelt haben, die in der Erdatmosphäre verglüht seien.

Etwa 50 Meteoriten verglühen jeden Tag in der Erdatmosphäre. Im Vergleich dazu fallen jedes Jahr gut 150 Teile von sogenanntem Weltraumschrott, also von Menschen gefertigte Teile von Raumfahrzeugen, wieder zurück zu Erde. Größere Teile wie die russischen Frachtkapsel werden dabei gesteuert und kontrolliert zum Absturz gebracht.