München: Verdacht der Untreue

Siemens-Vorstandsmitglied Feldmayer verhaftet

Die Affäre um dubiose Zahlungen des Technologiekonzern Siemens an einen Arbeitnehmervertreter verschärft sich. Zentralvorstands-Mitglied Johannes Feldmayer wurde am Dienstag verhaftet. Die Nürnberger Staatsanwaltschaft wirft ihm nach Angaben eines Justizsprechers Untreue vor.

Der 50-jährige Feldmayer ist im Vorstand unter anderem für die Tochter IT Solutions and Services zuständig. Siemens teilte mit, es habe Durchsuchungen an den Standorten Nürnberg, München und Erlangen gegeben.

Die Festnahme stehe im Zusammenhang mit der Affäre um ungeklärte Millionenzahlungen an die Arbeitnehmervertretung AUB, erklärte ein Siemens-Sprecher. Das Geld soll über Beraterfirmen des Unternehmers aus Oberfranken geflossen sein.

Siemens-Konzernchef Klaus Kleinfeld hatte erst am Montag bei einer Veranstaltung des Bundeskartellamtes erklärt, der Konzern wolle zum Vorbild in der Korruptionsbekämpfung werden.