Köln: Bergung nach Havarie

31 Container treiben im Rhein

Nach der Havarie des Containerschiffes „Excelsior“ im Kölner Süden am Sonntagnachmittag begann die mühsame Bergung von insgesamt 31 Containern, die trotz ihres Schwergewichts teilweise bis zu zehn Kilometer stromabwärts getrieben waren.

Köln. Bauchschmerzen bereiteten - neben der bis möglicherweise Freitag gesperrten Schifffahrt in Köln - vor allem die 14 versunkenen Container, nach denen fieberhaft mit Spezialgeräten gefahndet wurde, wie Markus Lehmacher vom Wasser- und Schifffahrtsamt erklärte. Auch Hubschrauber und Peilschiffe kreisten zu Wasser und in der Luft auf der Suche nach den Riesen.

Das Unglücksschiff, dem ein gescheitertes Wendemanöver und schwere Schlagseite zum Schicksal geworden war, lag 50 Meter vom Ufer entfernt im Wasser - und wurde sogleich ein beliebtes Fotomotiv für viele Schaulustige. Kreuz und quer stapelten sich mehr als zwei Dutzend Container auf der "Excelsior", die der Neckar-Reederei (Neckarsteinach) gehört.

Ausgebremst durch die Sperrung waren allein bis zum Montagmittag rund 100 Schiffe, außerdem mussten zahlreiche Frachter in dem gesperrten Abschnitt zwangsparken.

Auch die Ausflugsdampfer konnten von dem Bilderbuch-Wetter nicht profitieren. Derzeit sei zwar der Linienverkehr nicht betroffen, weil der erst in der Karwoche beginne, sagte Norbert Schmitz, der Vorstand der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschifffahrt AG. Aber von Mittwoch bis Freitag seien ab Bonn Charterveranstaltungen geplant. "Wenn der Rhein weiter gesperrt bleibt, können wir nicht wie geplant von Bonn aus starten", so Schmitz.

( dpa )