Berliner Zoo: Deutschland im Eisbär-Fieber

Knut kann endlich durchschlafen

Spielen, fressen, schlafen - Knut genießt das „ganz normale Tierleben“ im Zoo. Frischluft und Bewegung machen müde - zur Freude der Pfleger. „Nachts schläft Knut jetzt weitgehend durch.

Berlin. Spielen, fressen, schlafen - Knut genießt das "ganz normale Tierleben" im Zoo. Vier Tage nach seinem ersten Ausflug ins Freigehege tobt der kleine Eisbär bei den öffentlichen Auftritten ausgelassen vor seinem Publikum. Doch Frischluft und Bewegung machen müde - zur Freude der Pfleger. "Nachts schläft Knut jetzt weitgehend durch. Er powert sich ja auch den ganzen Tag aus", sagte Tierarzt Andre Schüle vom Berliner Zoo am Montag. Gegen Mitternacht müsse das stets hungrige Kleine von Ziehvater Thomas Dörflein noch mit einer Zwischenmahlzeit versorgt werden. "In ein bis zwei Monaten ist das vorbei." Dann könne der Publikumsliebling auch alleine übernachten.

Seit seiner Geburt am 5. Dezember wird Knut von Hand aufgezogen. Dörflein schläft bei dem von Muter Tosca verstoßenen Bärenbaby. Wie lange die Pfleger mit dem Kleinen noch spielen können, bevor er zum Raubtier herangewachsen ist, ist laut Schüle schwer abzuschätzen. "Wir haben noch nie einen Eisbären mit der Flasche groß gezogen und daher keine Erfahrung." Zurzeit bringe das Jungtier 9,5 Kilogramm auf die Waage. Jeden Tag kommen bis zu 200 Gramm dazu.

Am Freitag hatte der erste öffentliche Auftritt des tapsigen Bären einen Besucher- und Medienansturm ausgelöst. Seither ist Knut täglich zwischen 11 und 13 Uhr im Freigehege der vorübergehend ausquartierten Brillenbären zu sehen. Auch am Montag drängelten sich Kinder und Erwachsene an der Absperrung zum Gehege. Der Zoo rechnet damit, dass das große Interesse auch in den kommenden Tagen nicht abreißen wird.

( dpa )