Sri Lanka: Luftangriff auf Flughafen

Rebellen bombardieren Luftwaffenbasis

Beim ersten Luftangriff der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) seit Beginn des Bürgerkriegs vor fast 25 Jahren kamen nach Regierungsangaben drei Soldaten ums Leben, 17 wurden verletzt.

Colombo. Die Armee habe die Sicherheitsmaßnahmen inzwischen verschärft, teilte das srilankische Verteidigungsministerium mit. Die wegen des Angriffs umgeleiteten Flüge unter anderem aus Frankfurt/Main kämen in diesen Stunden in Colombo an. Die Sicherheit der Passagiere und der Fracht sei garantiert.

Die LTTE veröffentlichte nach dem Bombardement nahe der HauptstadtBilder ihrer Flugzeuge. Die Fotos zeigen unter anderem einzweisitziges Propellerflugzeug, an dessen Unterseite Bomben angebracht sind. LTTE-Chef Velupillai Prabhakaran ist auf den Fotos gemeinsam mit Rebellen zu sehen, deren Gesichter unkenntlich gemacht worden sind und die eine Art Luftwaffenuniform tragen. Nach Angaben der LTTE waren zwei Flugzeuge an dem Angriff beteiligt. Beide seien sicher ins Rebellengebiet zurückgekehrt.

Ziel der Bomben seien Kampfflugzeuge von Typ Kfir und MiG-27 auf der Luftwaffenbasis gewesen. Die Regierung sprach von einem Leichtflugzeug. Die LTTE ist die weltweit einzige Rebellengruppe, die mit den "Sea Tigers" bereits über eine eigene marineähnliche Unterorganisation verfügt.

Die LTTE kämpft seit 1983 für einen unabhängigen Staat der tamilischen Minderheit im Norden und Osten Sri Lankas. Unter norwegischer Vermittlung wurde 2002 eine Waffenruhe vereinbart, die aber nur noch auf dem Papier gültig ist.

( dpa, ap, abendblatt.de )