Geldstrafe: Mutter-Tochter-Streit endet mit Schlägen

Nach der Eskalation eines Streits zwischen einer 38-Jährigen und ihrer Tochter hat das Hamburger Amtsgericht St. Georg die Mutter am Montag unter anderem wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 450 Euro verurteilt.

Sie hatte ihre 16 Jahre alte Tochter mehrfach geschlagen, nachdem sich ein Familienkrach zugespitzt hatte. Die Mutter wies die Vorwürfe der Anklage zurück, doch hielt die Richterin die Zeugenaussagen der Tochter und ihres Freundes für glaubwürdig. "Da ist irgendwas aus dem Ruder gelaufen bei Ihnen", sagte die Amtsrichterin zu der Angeklagten. "Es kann sein, dass Sie das nicht wahrhaben wollen."

Die geschiedene Mutter, die zur Tatzeit im März vergangenen Jahres mit Alkoholproblemen kämpfte, hatte nach Darstellung ihrer Tochter die meiste Zeit bei ihrem Lebensgefährten verbracht und ihre beiden Kinder oft allein gelassen. Am Tatabend habe ihre Mutter sie nach einem Familienstreit geschlagen und sie rausgeworfen. "Sie ist völlig durchgedreht", sagte die Schülerin. Sie und ihr jüngerer Bruder leben nicht mehr bei der Mutter. Die Amtsrichterin folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft und verhängte eine geringe Geldstrafe. Die Angeklagte, die als Reinigungskraft arbeitet, verdient nach eigenem Bekunden wegen einer langen Krankheitspause nur knapp 300 Euro pro Monat.

( lno )