Nordderby: Torloses Remis in Hannover

HSV tritt auf der Stelle

Die erste Halbzeit des Nordderbys verlief ausgeglichen und temporeich. Die zweite Halbzeit war zunächst eher schleppend. Erst gegen Ende wachten die Mannschaften auf und boten wieder ansehnlichen Fußball. Der Sieg gegen Angstgegner Hannover, auf den seit neun Spielen gewartet wird, bleibt weiterhin aus.

Die Mannschaft von Huub Stevens, die in Hannover zu Gast war, bot den Fans in der AWD Arena ein abwechslungsreiches Spiel. Zwar wäre es in der ersten Minute beinahe zu einem Eigentor gekommen, nachdem Reinhardt eine Flanke fast ins eigene Tor köpfte, doch die Stevens-Elf hatte sich davon nicht beirren lassen.

Die erste wirklich gute Chance hatten die Hamburger in der 13. Minute. Nachdem der Ball in den gegnerischen Strafraum flog, traf Kapitän van der Vaart das Leder allerdings nicht richtig. Dennoch musste sich Hannovers Schlussmann Enke mächtig strecken.

Eine wunderbare Chance verspielten die Hanseaten in der 28. Minute, als Mahdavikia einen Steilpass spielte, van der Vaart vor dem gegnerischen Tor auftauchte und noch versuchte, den Ball über Torwart Enke zu lupfen. Doch Enke pflückte den Ball aus der Luft.

Nur fünf Minuten vor dem Pausenpfiff hatten die Gastgeber ihre Riesenchance. Nach einem Ballverlust bediente Stajner Rosenthal, der schaffte es jedoch, den Ball aus einem Meter am Tor vorbei zu schießen. So verabschiedeten sich Hannover und der HSV 0:0 zum Pausentee.

Die zweite Halbzeit fing recht unansehnlich an. Auf beiden Seiten gab es viele Fehlpässe und Missverständnisse zu beobachten. Dennoch war in der ausverkauften AWD Arena die Stimmung bestens. Die Fans feierten, auf dem Rasen hielten sich die Spieler noch zurück.

Hannover-Coach Dieter Hecking wechselte das erste Mal in der 60. Minute. Schröter kam ins Spiel und war auch gleich für den ersten Torschuss in der zweiten Hälfte verantwortlich. Rost hatte keine Probleme, den Ball zu halten. Nur drei Minuten später wollte Schröter den ersten guten Spielzug von Hannover zum 1:0 verwandeln, schoss aber das Leder Zentimeter am langen Pfosten vorbei.

Die Hamburger ließen nicht auf sich warten. Bereits fünf Minuten später setzte Olic Laas in Szene, der jedoch wie Schröter zuvor Zentimeter am langen Pfosten vorbei schoss. Danach hatten die Gäste von der Elbe weitere gute Chancen. Langsam wachten die Spieler auf. Doch der Führungstreffer blieb bis dahin aus.

Schock in der 82. Minute: Stajner versenkte den Ball nach einer Ecke mit einem Kopfstoß im HSV-Tor. Da der Schütze HSV-Keeper Rost aber im Fünfmeter-Raum anging, wurde das Tor nicht gezählt. Schiedsrichter Sippel entschied richtig auf Offensiv-Foul.

Zwei Minuten vor dem Ende der Partie bombardierten die Hamburger Hannovers Torwart Enke. Er parierte innerhalb von wenigen Sekunden gegen Sanogo, Mahdavikia und Trochowski, die ihn aus kürzester Distanz unter Beschuss nahmen. Der Ball wollte nicht ins Tor gehen. So trennen sich Hannover und Hamburg 0:0. Der HSV bleibt in den letzten sechs Spielen ungeschlagen.

Die Hamburger Defensivabteilung, die in den vorherigen Rückrundenspielen nur fünf Gegentore zugelassen hatte, wurde in Hannover häufiger durcheinander gerüttelt, als ihr lieb sein konnte. Mit Steilpässen hebelten die Hannoveraner, die mehr Ballbesitz hatten, die Gäste-Abwehr einige Male aus. Vor allem Jiri Stajner sorgte für reichlich Unruhe in den Reihen der Hamburger, die auf die langzeitverletzten Profis Vincent Kompany, Guy Demel und Mario Fillinger sowie Juan Pablo Sorin verzichten mussten.

Trainer Huub Stevens zeigte sich nach dem Spiel in guter Stimmung. "Das war ein ordentliches Bundesligaspiel mit Chancen auf beiden Seiten. Das Ergebnis ist gerecht. Wenn man gegen eine Mannschaft spielt, die so gut drauf ist wie Hannover, muss man auch mal mit einem Punkt zufrieden sein."

Weitere Ergebnisse vom 26. Spieltag

Eintracht Frankfurt - Bayern München 1:0 Borussia Dortmund - 1. FC Nürnberg 0:0 Schalke 04 - VfB Stuttgart 1:0 Alemannia Aachen - Arminia Bielefeld 2:0 VfL Wolfsburg - VfL Bochum 3:1

Kurztabelle

  1. Schalke 04 - Punkte: 53
  2. Werder Bremen - Punkte: 47
  3. VfB Stuttgart - Punkte: 46
  4. Bayern München - Punkte: 44
  5. 1. FC Nürnberg - Punkte: 38
  6. Bayer Leverkusen - Punkte: 36
  7. Hannover 96 - Punkte: 35
  8. Hertha BSC Berlin - Punkte: 34
  9. Alemannia Aachen - Punkte: 33
  10. VfL Wolfsburg - Punkte: 32
  11. Energie Cottbus - Punkte: 31
  12. Eintracht Frankfurt - Punkte: 30
  13. FSV Mainz 05 - Punkte: 30
  14. Hamburger SV - Punkte: 29
  15. Borussia Dortmund - Punkte: 29
  16. VfL Bochum - Punkte: 27
  17. Arminia Bielefeld - Punkte: 26
  18. Borussia Mönchengladbach - Punkte: 24