Besitz von Kinderpornos - Bewährungsstrafe für 37-jährigen Mann

Für den Besitz von Kinderpornos auf seinem Computer hat das Amtsgericht Altona einen 37-jährigen Mann am Dienstag zu einer Bewährungsstrafe von neun Monaten verurteilt. Der pädophil veranlagte Angeklagte, der ein Geständnis ablegte, hatte über das Internet Fotos und Videos vom sexuellen Missbrauch vor allem kleiner Jungen gespeichert.

Auf einem Teil der Bilder, welche die Staatsanwältin als "Hardcore-Pornografie" einstufte, waren der Anklage zufolge zwei und drei Jahre alte Kinder zu sehen.

Der 37-Jährige muss sich laut dem Urteil auch einer Sexualtherapie unterziehen. In den neunziger Jahren war er bereits wegen exhibitionistischer Handlungen zu einer Geldstrafe und dann wegen des sexuellen Missbrauchs von Kindern in 66 Fällen zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Eine damalige Therapie habe insoweit gefruchtet, als dass es keine tätlichen Übergriffe mehr auf Kinder gegeben habe, meinte der Richter. Während der Befragung zum persönlichen Hintergrund des Angeklagten wurde die Öffentlichkeit vom Prozess ausgeschlossen.

Die Polizei war dem ledigen Mann über Ermittlungen in der Schweiz und dann in Göttingen auf die Spur gekommen. Dort hatten die Behörden den Betreiber von acht einschlägigen Internet-Gruppen für Kinderpornos ausgemacht, der mehr als 2400 E-Mail-Adressen von Mitgliedern gespeichert hatte.