Hamburg schiebt Straftäter ab

Die Hansestadt hat im Februar 2007 neun Männer und eine Frau in ihre Heimatländer abgeschoben. Die Vorwürfe reichen von Widerstand gegen die Staatsgewalt über Hehlerei bis hin zu Drogenhandel.

Hamburg. Die Hansestadt hat im Februar 2007 neun Männer und eine Frau in ihre Heimatländer abgeschoben, drei von ihnen nach Polen und zwei in die Türkei. Weitere Abschiebungen erfolgten nach Thailand, Estland, Kroatien, Bosnien-Herzegowina und in den Kosovo. Die straffälligen Ausländer sind insgesamt zu 58 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt worden, was einer durchschnittlichen Verurteilung von knapp sechs Jahren Haft entspricht.

Die Vorwürfe gegen die Verurteilten reichen von von Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte über Hehlerei bis hin zu bandenmäßigem Handel mit Betäubungsmitteln. So wurde ein 30-jähriger Kosovare abgeschoben, der wegen räuberischer Erpressung mit Todesfolge und versuchtem Raub mit Todesfolge zu einer Freiheitsstrafe von 10 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt worden war. Ein 34-jähriger Bosnier wurde neunmal (davon achtmal wegen Diebstahl) verurteilt und erhielt Haftstrafen von insgesamt 13 Jahren und 5 Monaten.

Eine 42-jährige Frau aus Thailand wurde u.a. wegen Handels mit Betäubungsmitteln zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 2 Jahren und 4 Monaten verurteilt. Allen Abgeschobenen droht bei einer erneuten illegalen Einreise die Festnahme und eine erneute Abschiebung.