Motorrad-WM: Deutsche fuhren hinterher

Die drei deutschen Piloten sind beim ersten Saisonrennen zur Motorrad-Weltmeisterschaft erwartungsgemäß hinterher gefahren. Für das beste Ergebnis des Trios sorgte beim Großen Preis von Katar der Bochumer Alexander Hofmann.

Doha. Die drei deutschen Piloten sind beim ersten Saisonrennen zur Motorrad-Weltmeisterschaft erwartungsgemäß hinterher gefahren. Für das beste Ergebnis des Trios sorgte beim Großen Preis von Katar der Bochumer Alexander Hofmann mit Rang elf in der "Königsklasse" MotoGP. Dirk Heidolf aus Hohenstein-Ernstthal bekam in Doha als 15. in der Viertelliterklasse ebenfalls noch einen WM-Punkt ab. Dagegen fuhr Sandro Cortese (Berkheim) als 17. in der Kategorie bis 125 Kubikzentimeter an den Punkterängen vorbei.

Zu den Tagessiegen rasten auf dem vor drei Jahren eingeweihten Wüstenkurs mit dem Australier Casey Stoner (Ducati) in der "Königsklasse" MotoGP sowie den beiden spanischen Aprilia-Assen Hector Faubel (bis 125 ccm) und Jorge Lorenzo (bis 250 ccm) ausnahmslos WM-Favoriten. Dabei setzte sich Stoner am Ende sehr sicher gegen den routinierten Trainingsschnellsten Valentino Rossi (Italien/Yamaha) durch. Dritter wurde mit Dani Pedrosa (Spanien/ Honda) ein weiterer Mitaufsteiger aus der Viertelliter-Klasse.

Faubel, der auch das letzte Saisonrennen des Vorjahres gewonnen hatte, verwies aus dem Windschatten heraus auf der Zielgeraden seinen Team-Kollegen Gabor Talmacsi (Ungarn) knapp auf den zweiten Platz. Dritter wurde in der kleinsten Hubraumklasse der tschechische Derbi-Pilot Lukas Pesek.

Jorge Lorenzo setzte sich Mitte der Renndistanz von 107,6 km auf der 5380 Meter langen Strecke von der Konkurrenz ab, vermied in den letzten Runden jegliches Risiko und fuhr ungefährdet nur auf dem Hinterrad über die Ziellinie. Deutlich zurück belegten seine Marken-Kollegen Alex de Angelis (San Marino) und Hector Barbera (Spanien) die weiteren Podestplätze. Mit 40:23 Minuten unterbot Lorenzo seine vorjährige Siegerzeit um unglaubliche 1:06 Minuten. Heidolf hatte 1:12 Minuten Rückstand und verdankte seinen WM-Zähler dem Ausfall des auf Platz sieben fahrenden Finnen Mika Kallio zwei Runden vor Ultimo.