Hamburger SV: Siegesserie droht zu reißen

van der Vaart fühlt sich besser Stevens mit Durchhalteparolen

Das HSV-Lazarett füllt sich wieder. Doch Trainer Stevens hält an seinem Glauben fest – und an den Profis die noch laufen können: „Sonntag sind die Spieler wichtig, die auf dem Platz stehen – nicht die Verletzten.“

Hamburg. Vor dem Spiel des Hamburger SV am Sonntag um 17 Uhr gegen Bayer 04 Leverkusen hat Trainer Huub Stevens weiterhin Personalsorgen. Insbesondere der Einsatz von Regisseur und Kapitän Rafael van der Vaart ist ungewiss. "Rafael hat mir gesagt, dass es sich schon besser anfühlt. Er soll morgen einen Teil des Trainings mitmachen", sagte Stevens am Donnerstag. Besser stehen die Chancen bei Linksverteidiger Thimothee Atouba, der wegen einer Verhärtung im Adduktorenbereich aussetzen musste.

Definitiv ausfallen wird Guy Demel, der nach Auskunft von Stevens schon am Freitag aus dem Krankenhaus entlassen werden soll. Wegen einer Herzbeutelentzündung muss er aber bis zu sechs Wochen pausieren. Auf Mario Fillinger, der sich Ende Februar einer Operation am Meniskus unterziehen musste, wird der HSV ähnlich lange verzichten müssen. Mathias Abel und der Argentinier Juan Pablo Sorin werden erst nach auskurierten Muskelfaserrissen den Hanseaten zur Verfügung stehen.

Über die Verletztenmisere will Stevens jedoch nicht klagen. "Sonntag sind die Spieler wichtig, die auf dem Platz stehen - nicht die Verletzten." Der positive Trend nach zuletzt vier Siegen in Serie soll fortgesetzt werden. Nigel de Jong und Collin Benjamin können nach überstandenen Muskelfaserrissen wieder mitwirken. "Es sind noch zehn Endspiele, gegen Leverkusen ist das erste", sagte der Niederländer kämpferisch. Den Tabellen-Zwölften (27 Punkte) trennt derzeit nur ein Zähler von einem Abstiegsplatz.

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