VW-Affäre - Volkert und Gebauer angeklagt

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat in der VW-Affäre den früheren Betriebsratsvorsitzenden Klaus Volkert und Ex-Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer angeklagt.

Braunschweig. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat in der VW-Affäre den früheren Betriebsratsvorsitzenden Klaus Volkert und Ex-Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer angeklagt. In dem gemeinsamen Verfahren müsse sich Gebauer wegen mittäterschaftlicher Untreue verantworten, Volkert wegen Anstiftung zur Untreue, sagte Gebauers Anwalt Wolfgang Kubicki am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. In der laut Kubicki in dieser Woche zugestellten Anklageschrift geht es bei Gebauer unter anderem um den Komplex der Luxusreisen und Bordellbesuche von Betriebsratsmitgliedern und Managern sowie um Sonderleistungen für Volkert.

Volkert selbst muss sich demnach auch wegen der vom damaligen Personalvorstand Peter Hartz veranlassten Sonderboni von fast zwei Millionen Euro und Zahlungen an seine damalige brasilianische Freundin von 400.000 Euro verantworten. Hartz ist, weil er diese Zahlungen veranlasst hat, von der 6. Großen Strafkammer am Landgericht Braunschweig zu einer Haftstrafe von zwei Jahren zur Bewährung und einer Geldstrafe von 576000 Euro verurteilt worden. Diese Verurteilung wegen Untreue und Begünstigung eines Betriebsrates ist inzwischen rechtskräftig. Erwartet wird, dass das Verfahren gegen Gebauer und Volkert im Laufe der Verhandlung getrennt wird. Gebauer ist anders als Volkert weitestgehend geständig.