Dritter Sieg in Folge

3:1 - Der HSV ist dem Keller entkommen

Das vierte Spiel unter der Regie von Huub Stevens wurde zum dritten Erfolg. Drei Spiele hintereinander sind die Hamburger nun ungeschlagen und konnten so aus dem Keller kriechen.

Die Hanseaten stiegen schnell ins Spiel ein. Bereits in der zweiten Minute schoss Laas auf van der Vaart, der drehte sich und zog das Leder aufs Frankfurter Tor ab. Leider landete der Ball direkt in den Armen von Frankfurts Torwart Nikolov. Die folgenden Minuten boten die Gastgeber in der ausverkauften AOL-Arena den Frankfurter Gästen kaum eine Chance. Die Bemühungen wurden in der siebten Minute belohnt. Rafael van der Vaart führte einen von Sanogo herausgeholten Freistoß am 16er aus. Der Ball ging über die Mauer und schlug im linken oberen Winkel unhaltbar ein. Der Spielmacher verschaffte mit seinem fünften Saisontor den Hanseaten die Führung.

Danach kamen die Hessen langsam besser ins Spiel. Die Gäste holten immer wieder Chancen heraus. Die erste Halbzeit war über lange Strecken sehr ausgeglichen. Beide Mannschaften spielten viel im Mittelfeld, bis Schiedsrichter Perl zum Pausentee pfiff.

Ohne zu wechseln kamen HSV und Frankfurt wieder aus den Kabinen und spielten das Leder schwungvoll über den Rasen. Dabei beschränkten sich die Hamburger durchaus nicht nur auf die Defensive. Ausgerechnet der Ex-HSV-Spieler Takahara (59.) brachte die Gäste zum 1:1 an den HSV heran. Takahara versetzte Mathijsen und Reinhardt souverän und tunnelte Rost zum Ausgleich.

Trainer Stevens reagierte auf den Ausgleich und wechselte einen frischen Stürmer ein. Sanogo musste auf die Bank, für ihn kam Olic. Kurze Zeit später wechselte Stevens noch Sorin aus. Für ihn stand ab der 65. Minute Trochowski auf dem Rasen.

Nach einer Phase, in der den Zuschauern ein leicht fahriges Spiel mit vielen Fehlpässen und kaum konstruktivem Spielaufbau geboten wurde, gab es in der 77. Minute den Befreiungsschuss für die Gastgeber. Piotr Trochowski zauberte ein Wahnsinnstor, indem er den Ball vom Strafraumeck in den Winkel haute. Daraufhin brach in der Arena die Hölle aus. Die Fans tobten, Spieler kämpften um jeden Zentimeter.

Fünf Minuten vor dem offiziellen Schlusspfiff wäre beinahe noch der Ausgleich gefallen. Erst war es Meier, der den Ball nur Millimeter übers Tor schoss, anschließend Kyrgiakos.

In der Nachspielzeit gaben die Hanseaten der Funkel-Truppe den Todesstoß. Kapitän van der Vaart konterte über Olic und der vollendete zum 3:1. Damit ist der HSV die rote Laterne los und kann vorläufig auf dem 13. Platz etwas Luft holen.

Trainer Huub Stevens nach dem Spiel: "Es war super, dass wir so früh in Führung gegangen sind, aber danach war es nicht mehr so gut. Wir haben den Gegner zu sehr aufgebaut. In der zweiten Halbzeit war das in den ersten 30 Minuten nicht der HSV, den ich sehen möchte. Glücklicherweise sind wir durch Kampf wieder ins Spiel gekommen, aber es hätte auch 2:2 ausgehen können. Wir haben noch elf Endspiele und nicht mehr als das."

Weitere Ergebnisse vom 23. Spieltag

Hannover 96 - Borussia Dortmund 4:2 FSV Mainz 05 - 1. FC Nürnberg 2:1 Energie Cottbus - Arminia Bielefeld 2:1 Bayern München - VfL Wolfsburg 2:1 VfL Bochum - Alemannia Aachen 2:2

Kurztabelle

  1. Schalke 04 - Punkte: 49
  2. VfB Stuttgart - Punkte: 45
  3. Werder Bremen - Punkte: 42
  4. Bayern München - Punkte: 40
  5. 1. FC Nürnberg - Punkte: 36
  6. Hertha BSC Berlin - Punkte: 34
  7. Hannover 96 - Punkte: 33
  8. Bayer Leverkusen - Punkte: 29
  9. Borussia Dortmund - Punkte: 28
  10. FSV Mainz 05 - Punkte: 27
  11. VfL Wolfsburg - Punkte: 25
  12. Energie Cottbus - Punkte: 25
  13. Hamburger SV - Punkte: 24
  14. Alemannia Aachen - Punkte: 24
  15. VfL Bochum - Punkte: 24
  16. Arminia Bielefeld - Punkte: 23
  17. Eintracht Frankfurt - Punkte: 23
  18. Borussia Mönchengladbach - Punkte: 20