Schiffahrt

TUI senkt Schulden durch Anteilsverkäufe um 620 Millionen Euro

TUI hat zum Schuldenabbau die Mehrheit an seinem kanadischen Containerterminal sowie sieben Containerschiffe verkauft. Dadurch sei die Nettoverschuldung um 620 Millionen Euro gesenkt worden, teilte der Konzern am Donnerstag mit.

Die Schulden betrugen zum Ende des dritten Quartals 2,9 Milliarden Euro. Die Verkäufe zur Schuldensenkung waren angekündigt gewesen.

300 Millionen Euro kamen aus dem verkauf von 80 Prozent des mit dem Kauf von CP Ships übernommenen Containerterminal-Geschäfts in Montreal an die Infrastruktur-Investmentgruppe von Morgan Stanley. Neben der verbleibenden 20-Prozent-Beteiligung bleibe die TUI-Tochter Hapag-Lloyd bedeutendster Kunde des Terminals. Die Transaktion solle noch im ersten Quartal 2007 abgeschlossen werden.

Zudem veräußerte der Konzern rückwirkend zum Jahresende 2006 sieben Containerschiffe einschließlich eines Container-Portfolios an die schwedische Leasingtochter der HSH Nordbank. Dadurch wurden die Schulden um weitere 320 Millionen Euro gesenkt. Die Schiffe und das Container-Portfolio würden langfristig an Hapag-Lloyd verleast.

TUI hatte bereits Mitte Dezember den Verkauf des Hafenterminals sowie von nicht betriebsnotwendigen Immobilien angekündigt. Daraus soll sich ein Bargeld-Potenzial von rund einer Milliarde Euro ergeben. Die Transaktionen sind Teil eines Maßnahmenpakets, zu dem auch der Abbau von 3600 Arbeitsplätzen in Europa, neue Strategien im Internet- und Fluggeschäft, der Einstieg in den Kreuzfahrt- Massenmarkt sowie ein Sparprogramm über 250 Millionen Euro in der Touristiksparte gehören. Kurz zuvor hatte das Unternehmen die mittelfristige Ergebnisprognose gesenkt und die Dividende für das Jahr 2006 gestrichen.