IAEO

Iran ignoriert UN-Resolution - Anreicherung geht weiter

Die Iran hat die vor zwei Monaten vom UN-Sicherheitsrat beschlossene UN-Resolution 1737 ignoriert und seine Versuche zur Urananreicherung fortgesetzt.

Dies geht aus einem Bericht der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEO hervor, der am Donnerstag dem Sicherheitsrat in New York vorgelegt wurde. Danach haben Techniker bis zum 17. Januar in der Anreicherungsanlage Natans ungefähr 66 Kilogramm des Anreicherungsgases Uranhexafluorid zu reaktortauglichem Uran 235 verarbeitet.

Die Zahl der eingesetzten Gaszentrifugen wurden bis Mitte Februar auf 328 verdoppelt. Zwei weitere so genannte Kaskaden stehen danach vor der Fertigstellung. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte vor Monaten angekündigt, Teheran wolle bis Mitte März etwa 3000 Gaszentrifugen zur Urananreicherung in Betrieb nehmen. Die Resolution vom 23. Dezember untersagte Teheran alle Anreicherungsaktivitäten sowie die Forschung und Entwicklung in diesem Bereich.

Wie aus dem Bericht, der der dpa vorliegt, weiter hervorgeht, hat Teheran außerdem seine Arbeiten an dem Schwerwasserreaktor bei Arak ebenfalls fortgesetzt. In dem Bericht wird ausdrücklich die Weigerung des Irans erwähnt, insgesamt 38 IAEO-Inspekteure nach Teheran reisen zu lassen.

"Iran hat seine Anreicherungsaktivitäten nicht gestoppt, Iran hat seine (Anreicherungsanlage bei Natans) weiter betrieben", heißt es in dem Report. Dagegen habe Teheran keine neuen Erkenntnisse über Teile seines zuvor 18 Jahre lang geheimen Atomprogramms geliefert. "Die Agentur (IAEO) wird nicht in der Lage sein, zu überprüfen, ob es (darüber hinaus) nicht deklariertes radioaktives Material und (atomare) Aktivitäten im Iran gibt, oder die absolut friedliche Natur des iranischen Atomprogramms festzustellen."