Ski Alpin: Neureuther scheidet aus und verpasst die Medaille - Matt ist der strahlende Sieger

Felix Neureuther hat bei den alpinen Ski-Weltmeisterschaften im schwedischen Are den erhofften Medaillengewinn verpasst.

Are. Felix Neureuther hat bei den alpinen Ski-Weltmeisterschaften im schwedischen Are den erhofften Medaillengewinn verpasst. Der 22 Jahre alte Partenkirchener schied am Samstag als Zweitschnellster des ersten Durchgangs im zweiten Lauf mit bester Zwischenzeit aus. Weltmeister wurde der Österreicher Mario Matt. Der Goldmedaillengewinner von 2001 erreichte in beiden Durchgängen Laufbestzeit und sicherte sich den Titel überlegen in 1:57,33 Minuten mit einem Vorsprung von 1,81 Sekunden vor dem Italiener Manfred Mölgg und dem Franzose Jean-Baptiste Grange.

Bei schwierigen Sichtverhältnissen schieden zahlreiche Skirennfahrer aus. Für 34 Starter war das Rennen nach dem ersten Lauf zu Ende, für 9 im zweiten - und dann erwischte es auch einen bis dahin glänzend auftretenden Neureuther. "Ein Fehler kann immer passieren, bis dahin hatte ich ein gutes Gefühl und habe versucht anzugreifen. Wenn man um Medaillen mitfahren will, muss man das tun", sagte Neureuther. Der Teamweltmeister von 2005 verpasste durch sein Aus den Gewinn des ersten Einzel-Edelmetalls nach sechs Jahren für den Deutschen Skiverband (DSV).

Matt holte sich wie vor sechs Jahren wieder den Slalom-Titel. "Es ist wie damals ein Wahnsinnsgefühl", sagte Matt, der mit 1,14 Sekunden Vorsprung in den zweiten Lauf gegangen war. "Es ist schwierig mit so einem großen Vorsprung umzugehen."

Bereits im ersten Durchgang war die erste deutsche Medaillenhoffnung ausgeschieden. Alois Vogl schaffte es nicht einmal bis zur ersten Zwischenzeit. "Ich habe nicht so die richtige Einstellung gefunden. Ich war nicht locker genug. Darum ist es nicht so gelaufen. Es wird noch ein paar Stunden dauern, das zu verarbeiten", sagte Vogl.

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