Aufatmen beim HSV

Stevens trainiert mit 24 gesunden Feldspielern

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Nach der monatelangen Verletztenmisere beim Hamburger SV sind vor dem Nordderby am Samstag bei Werder Bremen fast alle Mann an Bord.

"Es ist unglaublich, wir trainieren heute mit 24 Feldspielern und drei Torhütern", sagte Trainer Huub Stevens am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Hamburg. "Das ist eine gute Konkurrenz, die nötig ist. Ich bin froh, so viele Leute zu haben, denn wir sind immer noch in der gleichen Situation, an 18. Stelle." In einem Derby sei vieles möglich, aber realistisch gesehen spiele Bremen noch um die Meisterschaft und der HSV um den Klassenverbleib, meinte der Coach.

Nach dem Bremer 3:0-Erfolg im UEFA-Pokal über Ajax Amsterdam lobte der Niederländer vor allem die Standardsituationen des Vizemeisters.

"Ajax war ersatzgeschwächt und spielte nur zu zehnt, da hätte Werder auch 5 oder 6:0 gewinnen können", beschrieb Stevens die Überlegenheit von Werder. Taktisch will er sich vor der wichtigen Partie nicht in die Karten schauen lassen. So gab es noch keine Aussage, ob Rafael van der Vaart als hängende Spitze wie beim 3:0 gegen Dortmund agieren soll. "Ich habe mir etwas einfallen lassen", deutete Stevens an.

Bis auf die Langzeitverletzten Vincent Kompany und Guy Demel ist nur Stürmer Danijel Ljuboja am Samstag nicht dabei. Stevens rechtfertigte die Suspendierung: "Wenn einer nicht mitzieht, muss man durchgreifen. Das ist nicht hart, sondern fair und ehrlich." Die Strafversetzung zu den Amateuren sei keine Bestrafung, auch wenn er nicht ausschließen wollte, dass der Serbe sogar ein Punktspiel am Wochenende für die Regionalliga-Mannschaft bestreiten wird.

Zustimmung bekam Stevens von Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer: "Das ist eine folgerichtige Entscheidung bei Danijel. Auch mit 28 kann er noch genug daraus lernen." Der vom VfB Stuttgart ausgeliehene Angreifer hatte versäumt, rechtzeitig zu Pflege- und Rehamaßnahmen zu erscheinen.

( lno )