Blutiger Montag in den USA:

Amokläufer töten zehn Menschen

Zwei voneinander unabhängige Amokläufe haben in den Vereinigten Staaten am Montag mindestens zehn Todesopfer gefordert. Zahlreiche Menschen wurden verletzt.

Salt Lake City/Philadelphia. In einem Einkaufszentrum in Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah schoss ein Mann scheinbar wahllos ums sich. Nach Angaben der Polizei wurden mindestens fünf Menschen tödlich getroffen und mehrere weitere verletzt. Auch der mutmaßliche Täter kam ums Leben - er wurde offenbar von der Polizei erschossen. In Philadelphia tötete ein Mann drei Menschen in einem Bürogebäude und richtete sich anschließend selbst.

"Wir haben sechs Tote und mehrere Verletzte im Krankenhaus", sagte Polizeisprecherin Robin Snyder in Salt Lake City. Die Opfer seien über die gesamte Trolley Square Mall verteilt gefunden worden, in der etwa 80 Geschäfte untergebracht sind. Nach Krankenhausangaben mussten mindestens vier Verletzte stationär behandelt werden. Drei davon seien in einem kritischen Zustand, hieß es.

Laut Polizei betrat der Täter das Einkaufszentrum am Montagabend gegen 6:45 Uhr (Ortszeit) und begann, um sich zu schießen. Eine Augenzeugin sagte, sie habe etwa 20 Schüsse gehört.

Ein Ladeninhaber erzählte, ein Mann in einem Trenchcoat habe sich einen Schusswechsel mit einem Polizisten geliefert. Der Mann habe in einem Geschäft für Kinderbekleidung Deckung gesucht. "Ich habe gesehen, wie die Polizisten in den Laden gegangen sind. Dann habe ich gesehen, wie der Schütze zu Boden gegangen ist", sagte der Augenzeuge. Andere erzählten, sie hätten sich in Lagerräumen und Toiletten versteckt. Noch Stunden nach der Tat suchte die Polizei in dem riesigen Gebäude nach Kunden und Angestellten, die sich vor den Schüssen versteckt hatten.

Zu der zweiten Schießerei kam es in einem Konferenzraum in einem Bürogebäude in Philadelphia. Während einer Besprechung habe ein Mann eine halbautomatische Waffe gezogen und ums sich geschossen, erklärte die Polizei. Er habe drei Menschen getötet und dann auf die herbei gerufenen Beamten gefeuert. Versteckt hinter einer Tür habe er die Waffe schließlich gegen sich selbst gerichtet. Ein Mensch wurde schwer verletzt, zwei weitere wurden an den Händen gefesselt aufgefunden. Die Polizei erklärte, offenbar sei der Tat ein Streit um Geld vorausgegangen.