Absturz in Russland:

Verwirrung um Flugzeugunglück in Moskau

Die Nachricht, dass ein Airbus A310 abgestürzt sei, entpuppte sich als Falschmeldung.

Moskau. Tatsächlich handelte es sich um ein Geschäftsflugzeug vom Typ Challenger-850 und an Bord waren vier Amerikaner. Zwei Personen wurden verletzt. Ein Geschäftsflugzeug vom Typ Challenger-850 ist am Dienstag auf dem Moskauer Flughafen Wnukowo beim Start verunglückt, die Besatzung überlebte den Unfall. Zwei der vier Amerikaner an Bord seien bei dem Unglück verletzt worden, teilte das russische Transportministerium mit. Passagiere seien nicht an Bord der zweistrahligen Maschine gewesen, die nach Berlin fliegen sollte. Der Unfall sei vermutlich durch einen Triebwerksbrand ausgelöst worden.

Nach dem Unglück sorgte der russischen Zivilschutz für Verwirrung, weil er das Unglücksflugzeug als Airbus A310 der deutschen Fluglinie Germanwings identifizierte. Die Maschinen von Germanwings nach Hamburg und Berlin hatten jedoch kurz vor dem Unglück abgehoben. Eine wartende Germanwings-Maschine, die nach Stuttgart fliegen sollte, konnte zunächst nicht starten, weil der drittgrößte Flughafen der russischen Hauptstadt für mehrere Stunden gesperrt wurde.

Zum Zeitpunkt des Absturzes herrschte dichtes Schneetreiben in Moskau. "Vor dem Unglück ließ sich am Triebwerk ein Blitz beobachten, was auf einen Triebwerksbrand schließen lässt", sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums der Agentur Interfax. Den Angaben nach zerbrach die Challenger in der Luft, überschlug sich und stürzte auf die Startbahn, wo sie in Flammen aufging. "Mittlerweile ist der Brand gelöscht", sagte der Sprecher.

Nach unterschiedlichen Informationen gehörte die Maschine, die bis zu 15 Passagieren befördern kann, einer amerikanischen oder Schweizer Firma. Dieser Flugzeugtyp wird häufig von Geschäftsleuten, aber auch von Politikern genutzt. Die Challenger hatte zuvor am Charter- Terminal in Wnukowo angedockt. Der Flughafen am südwestlichen Stadtrand von Moskau ist der drittgrößte hinter Domodedowo und Scheremetjewo, er wurde in den vergangenen Jahren für internationale Flüge ausgebaut.