Bergedorf

Großeinsatz der Polizei

Rechte Kundgebung in Bergedorf verlief relativ ruhig.

Etwa 50 Personen nahmen an der rechten Kundgebung auf dem Johann-Adolf-Hasse-Platz teil. Personen aus dem linken Spektrum versuchten in den Straßenzügen rund um die Veranstaltung zu gelangen. Im Verlauf des Einsatzes kam es an verschiedenen Stellen zu Flaschen- und Steinwürfen. Eine starkte Polizeipräsenz und der vereinzelte Einsatz von Wasserwerfern verhinderte ein gewaltsames Aufeinandertreffen der rechten und der linken Demonstranten.

Vor der rechten Demo fand in Bergedorf noch ein Aufzug der Antifa mit rund 1.100 Teilnehmern und zwei weitere Gegendemonstrationen am Bergedorfer Markt und in der Serrahnstraße/Alte Holstenstraße mit dem Tenor "Kulturveranstaltung gegen Nazikundgebung" statt. An diesen Gegenveranstaltungen nahmen etwa 210 Personen teil.

Hintergrund des Aufmarsches der Neonazis war der Bau einer Moschee. Vergeblich hatte die Hamburger Polizei vor dem Verwaltungs- und dem Oberverwaltungsgericht versucht, die Veranstaltung zu verhindern. Die Beamten waren mit insgesamt 1.200 Kräften vor Ort. Insgesamt wurden 16 Personen vorläufig festgenommen.