HSV mit Heimsieg

Danke Huub! HSV holt endlich drei Punkte

Lange hat es gedauert, doch nun hat der HSV nach zehn Monaten wieder einen Punktspielsieg vor eigenem Publikum eingefahren. Die Hanseaten schlagen Borussia Dortmund mit 3:0.

Die frischen Trainingsmethoden des neuen Trainers Huub Stevens scheinen zu fruchten. Die Hamburger gingen gleich aggressiv in die Partie und ließen sich über weite Strecken nicht die Butter vom Brot nehmen.

Laas schlug in der zehnten Minute einen Pass diagonal über das Feld. Spielmacher van der Vaart drang in den Strafraum ein. Mahdavikia sprintete dazwischen und wurde im Strafraum von Weidenfeller gebremst. Das gab einen Elfmeter. Rafael van der Vaart schoss das Leder in die rechte Ecke, während BVB-Keeper Weidenfeller in die linke sprang. Die 1:0-Führung für den HSV war aufgebaut.

Die Hamburger versuchten daraufhin nachzusetzen. Stevens Elf machte die Räume im Mittelfeld sehr eng und eroberte immer wieder gekonnt und mit viel Aggressivität den Ball. Anschließend folgten schnelle Gegenstöße.

Kurzer Adrenalin-Stoß bei den HSV-Fans in der 31. Minute: Dortmund setzte sich in der HSV-Hälfte fest. Nach einer verunglückten Flanke von Frei war Kringe auf einmal völlig frei, schoss aber aus acht Metern Rost an. Den Nachschuss von Valdez nahm der HSV-Keeper problemlos auf.

Das 2:0 kam in der 39. Minute. Zuerst zirkelte van der Vaart einen Freistoß um die Mauer und Weidenfeller konnte mit den Fäusten klären. Im Nachsetzen erkämpfte sich van der Vaart erneut den Ball, sein abgeblockter Schuss landete genau auf Benjamins Kopf und im Fünfmeterraum stehend versenkte der Namibier den Ball neben den Pfosten - unhaltbar für Dortmunds Schlussmann.

Nur drei Minuten später wurden die Gäste weiter geschwächt. Dede rutschte an der rechten Außenbahn mit gestrecktem Bein in den ballführenden Jarolim hinein. Schiedsrichter Wagner zeigte glatt Rot, ab da waren es nur noch zehn Borussen auf dem Feld in der ausverkauften AOL-Arena.

In der zweiten Halbzeit störten die Hanseaten die Gäste immer früh, die so dem Hamburger Tor nicht nahe kommen konnten. Die HSV-Defensive stand bombig und ließ kaum etwas anbrennen.

Trainer Stevens wechselte in der 84. Minute zum ersten Mal aus. Trochowski kam für van der Vaart, der mit seinem Tor und der Vorlage zum 2:0 seinen Job sehr ordentlich gemacht hat.

Der Wahnsinn war in der 90. Minute komplett. Nachdem BVB-Keeper Weidenfeller zuvor neben den Ball getreten hatte, machte Mahdavikia nach Vorlage von Sorin das 3:0. Die Arena bebte und Thimothee Atouba konnte wieder einmal einen Freudentanz aufführen.

"Der Sieg war verdient, aber nur ein kleiner Schritt. Wir müssen noch viele gehen", sagte Stevens erleichtert. Der HSV beendete gegen Angstgegner Dortmund gleich zwei schwarze Serien: Es war der erste Heimsieg gegen die Borussen seit zehn Jahren und der erste Erfolg seit über zehn Monaten vor heimischen Publikum. "Das ist ein sehr, sehr schönes Gefühl. Wir kannten das Gefühl ja fast schon nicht mehr", gestand Abwehrspieler Bastian Reinhardt. Trotz des Erfolges verbleibt der HSV auf dem letzten Tabellenplatz, da auch der Vorletzte Mainz gegen Cottbus gewann.

Bei seiner Heimpremiere hatte Hoffnungsträger Stevens die HSV-Mannschaft umgebaut. Der 53 Jahre alte Niederländer verzichtete auf die von Thomas Doll bevorzugte Raute im Mittelfeld und ließ neben dem einzigen etatmäßigen, aber enttäuschenden Stürmer Ivica Olic Kapitän van der Vaart als verkappten Angreifer agieren. Zudem durfte der zuletzt verschmähte Mahdavikia von Beginn an spielen.

Weitere Ergebnisse vom 21. Spieltag VfB Stuttgart - Werder Bremen 4:1 Schalke 04 - Hertha BSC Berlin 2:0 Bayer Leverkusen - Eintracht Frankfurt 2:2 Borussia Mönchengladbach - Alemannia Aachen 0:0 FSV Mainz 05 - Energie Cottbus 4:1

Kurztabelle

  1. Schalke 04 - Punkte: 48
  2. Werder Bremen - Punkte: 42
  3. VfB Stuttgart - Punkte: 41
  4. Bayern München - Punkte: 34
  5. Hertha BSC Berlin - Punkte: 33
  6. 1. FC Nürnberg - Punkte: 30
  7. Bayer Leverkusen - Punkte: 29
  8. Hannover 96 - Punkte: 27
  9. Borussia Dortmund - Punkte: 25
  10. VfL Wolfsburg - Punkte: 24
  11. Arminia Bielefeld - Punkte: 23
  12. Eintracht Frankfurt - Punkte: 23
  13. Energie Cottbus - Punkte: 22
  14. FSV Mainz 05 - Punkte: 21
  15. VfL Bochum - Punkte: 20
  16. Alemannia Aachen - Punkte: 20
  17. Borussia Mönchengladbach - Punkte: 20
  18. Hamburger SV - Punkte: 18