Zusätzliche Mittel für Hamburgs Schulen

22,3 Millionen Euro für Medienausstattung

Qualität des Lernens soll durch Einsatz digitaler Medien deutlich gesteigert werden.

Hamburg. Hamburgs Schulen erhalten bis 2010 rund 22,3 Millionen Euro zusätzlich für neue Medien. Für die Vernetzung und Breitbandverkabelung der staatlichen allgemein bildenden Schulen stünden rund 16,7 Millionen Euro zur Verfügung, erklärte Schulsenatorin Alexandra Dinges-Dierig (CDU) am Dienstag. Für eine Kombination aus Beamer und Whiteboard seien rund 5,6 Millionen Euro vorgesehen. Whiteboards sind digitale Schultafeln, die nicht mehr Kreide, sondern je nach Alter der Schüler mit den Fingern oder Stiften beschrieben werden. Die Daten dieser Tafeln lassen sich zusätzlich in einem Rechner speichern und jederzeit wieder abrufen.

Ziel sei es, die Qualität des Lernens durch den Einsatz von digitalen Medien im Bildungsbereich deutlich zu steigern, betonte die Senatorin. Ein Beamer und ein Whiteboard kosten lautet Dinges-Dierig rund 3000 Euro. "Wir können also mit den 5,6 Millionen Euro hervorragend alle unsere Schulen damit ausstatten." Die Senatorin betonte, sie sei fest davon überzeugt, dass die digitale Tafel die Zukunft in jedem Klassenraum sein werde. "Die Zukunft wird tatsächlich sein jenseits des Jahres 2010, dass vermutlich die Kreide aus dem Klassenzimmer verschwunden sein wird."

Durch die Vernetzung und Breitbandverkabelung soll es darüber hinaus möglich werden, dass sich jeder Schüler mit seinem Notebook, Rechner oder ähnlichem in jedem Klassenzimmer ins das Internet oder das Intranet einwählen kann. "Bisher haben wir immer nur Computerfachräume gehabt, wo sie die Möglichkeit hatten, sich ins Internet einzuloggen." Bisher gibt des nach Angaben der Senatorin im pädagogischen Bereich rund 15 000 Computer an Hamburgs Schulen, 1600 weitere Rechner gebe es in den Verwaltungen. Im Durchschnitt teilten sich derzeit jeweils elf Schüler einen Computer.