Merkel befindet sich auf dem Weg in die Golfstaaten

Besteht jetzt neue Hoffnung auf Nahost-Lösung?

Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist am Samstag zu ihrer viertägigen Auslandsreise in die Golfregion aufgebrochen. Bei Gesprächen in Ägypten, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Kuwait will Merkel weitere Chancen für den Nahost-Friedensprozess ausloten. Auf der Tagesordnung stehen der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern, die iranischen Atom-Pläne und die Lage im Libanon. Am Nachmittag wurde die amtierende EU-Ratspräsidentin in der ägyptischen Hauptstadt Kairo erwartet, der ersten Station ihrer Reise.

In ihrer Internet-Videobotschaft äußerte Merkel die Hoffnung, dass der israelisch-palästinensische Konflikt im Sinne einer Zwei-Staaten-Lösung endlich beigelegt werden kann. "Das Zeitfenster dafür scheint günstig", sagte sie. Es sei außerordentlich erfreulich, dass das Nahost-Quartett wieder tagt, dass also die Weltgemeinschaft wieder Verantwortung übernimmt. Aber ohne die Akteure in der Region werde es nicht gehen, betonte die Kanzlerin.

Sie wolle die guten Beziehungen zu Ägypten, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Kuwait nutzen, um in den Gesprächen mit Politikern vor Ort auszuloten, welche Chancen für einen Friedensprozess bestehen. Andere Konflikte könnten nur gelöst werden, "wenn wir gerade in diesem zentralen Nahost-Konflikt auch ein Stück vorankommen", sagte Merkel. Außerdem gehe es um die Lage im Libanon und die iranischen Atompläne.