Airbus: Verkauf von DaimlerChrysler-Anteilen

Hansestadt investiert 160 Millionen Euro in EADS

Hamburg will nach nach der Neuordnung der deutschen EADS-Anteile künftig 0,75 Prozent an dem Luftfahrt- und Rüstungskonzern halten.

Hamburg. Im Ringen um die Zukunft des Flugzeugbauers Airbus steigt Hamburg beim Airbus-Muterkonzern EADS ein. Wie ein Senatssprecher am Donnerstag ankündigte, will die Hansestadt nach der Neuordnung der deutschen EADS-Anteile künftig 0,75 Prozent an dem Luftfahrt- und Rüstungskonzern halten. Nach derzeitigem EADS-Kurs ist die Beteiligung rund 160 Millionen Euro wert. In Hamburg liegt das zweitgrößte Airbus-Werk nach Toulouse. Mit ihrem Einstieg will die Hansestadt Beschäftigung sichern. Gewerkschaften fürchten im Rahmen des Airbus-Sparplans Power 8 um bis zu 8000 Arbeitsplätze in Deutschland. Einzelheiten des Milliarden-Sparprogramms werden am 20. Februar erwartet. Am Freitag sind Gewerkschaftsproteste an den deutschen Airbus-Standorten geplant.

An EADS sind der deutsch-amerikanische Autokonzern DaimlerChrysler und französische Partner zu jeweils 22,5 Prozent beteiligt; beide Seiten wollen ihre Anteile verringern. Deutsche Banken und Bundesländer planen über die Übernahme von 7,5 Prozent der DaimlerChrysler-Anteile. Niedersachsen will mit 80 Millionen Euro einsteigen, Bremen mit 30 Millionen Euro. Nach Angaben des Senatssprechers will Hamburg ein Zehntel des Paketes kaufen, also 0,75 Prozent.