Polizei: Verfolgungsjagd in Brandenburg

Berliner Polizist erschießt Randalierer

Nachdem drei junge Männer in Brandenburg Bushaltestellen demoliert hatten, stellte ein 24-jähriger Kommissar die Vandalen zur Rede. Die Situation eskalierte.

Potsdam. Ein Berliner Polizist hat unter bisher ungeklärten Umständen in Brandenburg einen Randalierer erschossen. Der 24-jährige Kommissar habe am Dienstagabend am Bahnhof Nauen drei junge Männer bemerkt, die mit aus einem Zug entwendeten Nothämmern die Scheiben von drei Bushaltestellen zertrümmerten, sagte Polizeisprecher Rudi Sonntag am Donnerstag in Potsdam. Als der Polizist sie zur Rede stellen wollte, flüchteten sie demnach.

Der Berliner Kommissar, der in der Nähe von Nauen wohnt und auf dem Heimweg war, nahm die Verfolgung auf. Die Flüchtenden hätten sich versteckt, hieß es. "Aus derzeit noch nicht nachvollziehbaren Gründen eskalierte die Situation", erklärte Sonntag. Der Polizist habe daraufhin eine Waffe gezogen und geschossen. Dabei sei einer der jungen Männer tödlich verletzt worden. Polizei und Staatsanwaltschaft Potsdam leiteten Ermittlungen wegen des Verdachts auf Totschlag ein.

( ap )