Barkassenunfall: Lehrer bei Ausflugsfahrt verletzt

Schulklasse trieb manövrierunfähig auf der Elbe

Ein Schulausflug auf der Elbe endete am Mittwoch für einen Lehrer im Krankenhaus.

Hamburg. Es sollte eine Abwechslung vom Schulalltag werden. Mit diesem Ziel waren zehn Berufsschüler und zwei Lehrer am Mittwoch mit der Barkasse "Gertrud" in See gestochen. Ihr Kurs: Vom Parkanleger elbaufwärts nach Altona. Am Ruder stand jedoch kein erfahrener Kapitän, sondern einer der Lehrer. Dessen nautisches und technisches Patent befähigten den 58-Jährigen zwar zur Führung der Barkasse, feiten ihn jedoch nicht gegen einen Motorschaden.

Kurz vor dem Anleger Altona riss zufolge ersten Ermittlungen der Polizei das Getriebesteuerungsseil der Barkasse. Damit wurde das Schiff manövrierunfähig. Den Passagieren blieb nichts anderes übrig, als zuzusehen, wie "Gertrud" mit ihnen unter die Zugangsbrücke des Anlegers trieb. Dort kam es zum Crash: Die Aufbauten des Schiffes wurden teilweise weggerissen, das Ruderhaus völlig zerstört. Dabei erlitt einer der Lehrer eine Kopfverletzung. Der 61-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht und konnte nach ambulanter Behandlung inzwischen wieder entlassen werden. Die Schüler kamen mit dem Schrecken davon.

( dpa, abendblatt.de )