Kein Fluglotsen-Streik

Der Streik der Fluglotsen wurde voraussichtlich abgewendet

Der drohende Streik der Fluglotsen scheint abgewendet zu sein. Nach rund einwöchigen Schlichtungsverhandlungen ist es in dem festgefahrenen Tarifstreit um höhere Gehälter für die rund 5 300 Beschäftigten zu einem Ergebnis gekommen. Die Tarifparteien müssen jetzt noch dem Ergebnis zustimmen. Inhalte wurden zunächst nicht bekannt.

Stuttgart. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hatte zur Schlichtung des Konflikts die frühere Justizministerin Däubler-Gmelin angerufen. Däubler-Gmelin sprach bei Bekanntgabe der Ergebnisses am Sonnabendnachmittag von einer sehr guten und komplexen Vereinbarung, die die Vertreter der DFS und der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) in fünf "extrem mühevollen Tagen" erzielt hätten. Dabei seien beide Seiten bis an ihre Schmerzgrenzen gegangen, so Däubler-Gmelin.

Der Verhandlungsführer der Gewerkschaft, Dirk Vogelsang, sprach ebenfalls von einer "außerordentlich schwierigen Schlichtung". Die Gewerkschaft will das Ergebnis ihren Gremien am Donnerstag zur Abstimmung vorlegen, so Vogelsang. Er zeigte sich zuversichtlich, dass der Tarifkonflikt ein baldiges Ende haben werde.

Die DFS hatte ihren Beschäftigten eine Gehaltserhöhung von drei Prozent rückwirkend zum 1. November und eine einmalige Zahlung von 1 750 Euro angeboten. Die Gewerkschaft hatte dies als unzureichend abgelehnt. Sie fordert vor allem eine Umstrukturierung der Vergütung und verlangt, dass bestimmte Zulagen in das Grundgehalt einbezogen werden. Die DFS versuchte nach Darstellung der GdF, diese Zahlungen für einige Mitarbeiter zur Disposition zu stellen.