Siemens will gegen Rekordstrafe der EU klagen

München. Siemens will gegen die von der EU-Kommission verhängte Rekordstrafe wegen Kartellverstößen in Höhe von insgesamt 418 Millionen Euro klagen. "Wir halten die verhängten Bußgelder für absolut überzogen und können sie überhaupt nicht nachvollziehen", erklärte der Chef der betroffenen Energiesparte, Udo Niehage, am Mittwoch in München.

Siemens wies Vorwürfe aus Brüssel zurück, der Konzern habe sich zwischen 1988 und 2004 an illegalen Preisabsprachen für Hochspannungsanlagen beteiligt. Absprachen habe es lediglich von Oktober 2002 bis April 2004 gegeben. Die verantwortlichen Mitarbeiter seien umgehend suspendiert worden, erklärte Siemens. Der Konzern habe klare und verbindliche Regeln für gesetzestreues und integres Verhalten im Geschäftsalltag.