Handball-WM: Vorrunden-Krimi in Halle

Deutsche verlieren 25:27 gegen Polen

Deutsche Handballer gehen mit zwei Minuspunkten als Gruppen-Zweite in die WM-Hauptrunde.

Handball-Kimi ohne Happy End: Die deutsche Nationalmannschaft geht nach der ersten Turnier-Niederlage mit einem Handicap in die Hauptrunde ihrer Heim-Weltmeisterschaft. Im Endspiel um den Sieg in der Vorrundengruppe C verlor der Gastgeber trotz großen Kampfes und lautstarker Unterstützung im westfälischen Halle gegen Polen mit 25:27 (12:14). Dadurch verschenkte der EM- Fünfte die ideale Ausgangsposition und muss nun mit der Hypothek von 0:2 Punkten in die zweite Turnierphase starten. Auftaktgegner ist am Mittwoch (17.30 Uhr/ARD) erneut in Halle der Erste der Gruppe A, Tunesien oder Slowenien.

Bester Werfer in der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) war an seinem 36. Geburtstag Kapitän Markus Baur (Lemgo/6/5). Nach einem bösen Foul sah der Kapitän allerdings in der 56. Minute die Rote Karte, so wie der Magdeburger Oliver Roggisch nach seiner dritten Zeitstrafe (51.). Für Polen trafen Karol Bielecki (Magdeburg/6) und Marius Jurasik (Kronau/Östringen/6) am besten.

Im Angriff fand der Gastgeber oft kein rechtes Mittel gegen die aufmerksame und aggressive Deckung der Polen. An seinem 36. Geburtstag fehlte es dem vom Siebenmeterpunkt gewohnt zuverlässigen Spielmacher Baur an Esprit und Ideen, um das Bollwerk zu knacken. So wogte das Spiel hin und her. Der 5:4-Führung (10. Minute) der DHB-Auswahl folgte der 7:8-Rückstand (17.). Und in den Schlussminuten der ersten Halbzeit schien dem Hausherren das Spiel gänzlich aus den Händen zu gleiten.