Trainingslager in Dubai: Verein zieht nach Kritik Konsequenzen

Der HSV schickt Atouba nach Hause

Schon wieder Atouba: Lauthals hatte der Abwehrspieler verkündet, dass er sich lieber in Hamburg behandeln lassen wolle, als in Dubai zu trainieren. Kurzerhand hat die Vereinsführung den Kameruner Rebellen in den Flieger gesetzt.

Dubai. Nur wenige Stunden nach seiner Kritik an der Führungsriege des Hamburger SV ist Abwehrspieler Thimothee Atouba aus dem Trainingslager in Dubai nach Hause geschickt worden. "Einen Störfaktor in der Vorbereitung können wir nicht gebrauchen", stellte HSV-Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer am Donnerstag klar.

Der Kameruner Nationalspieler hatte Unverständnis darüber geäußert, dass er überhaupt mitfliegen musste. Wegen seiner Schambeinentzündung wollte er sich lieber in Hamburg von einem Chiropraktiker behandeln lassen. In Dubai würde er nur Zeit verlieren.

Der Abwehrspieler war schon in der vergangenen Saison ein Unruheherd. Nachdem der Kameruner eine Aufbesserung seines Vertrages gefordert hatte, sorgte er für einen Eklat, als er den Fans im Champions-League-Spiel gegen ZSKA Moskau den "Stinkefinger" gezeigt hatte. Für diesen Fehltritt war er mit einer vereinsinternen Sperre für zwei Spiele, sowie einer Geldstrafe belegt worden.