Polizei: Hamburger Online-Wache begeistert User

Strafanzeige per Mausklick

Im ersten Jahr nach der Freischaltung ihrer Online-Wache sind bei der Hamburger Polizei bereits mehr als 2000 Strafanzeigen im Internet erstattet worden.

Hamburg. Im ersten Jahr nach der Freischaltung ihrer Online-Wache sind bei der Hamburger Polizei bereits über 2000 Strafanzeigen im Internet erstattet worden. Wie die Innenbehörde am Donnerstag weiter mitteilte, wurden dabei vorrangig Diebstähle, Körperverletzungen, Verkehrsdelikte und Straftaten rund um das Internet angezeigt. Bei www.onlinewache.hamburg.de sind in diesem Zeitraum zudem etwa 600 weitere Mitteilungen eingegangen.

Seit dem 3. Januar 2006 können die Bürger Mitteilungen, Informationen und Anzeigen über eine gesicherte Internetverbindung an die Polizei übermitteln. Vorgänge mit einem Tatort in Hamburg werden automatisch durch das Computersystem "ComVor" an das zuständige Polizeikommissariat gesteuert. Anzeigen von außerhalb gehen zuerst an den Kriminaldauerdienst, der die Vorgänge prüft und dann an die zuständige Dienststelle weiterleitet.

"Die Online-Wache Hamburg hat sich bewährt und ergänzt das Serviceangebot der Polizei", sagte Innensenator Udo Nagel (parteilos). Aktuell bieten neun Bundesländer und die Bundespolizei die Möglichkeit der Onlineanzeige. Für größere Firmen wie Kaufhäuser oder die Hamburger Hochbahn wird im Sommer 2007 eine geeignete Schnittstelle zur Online-Wache geschaffen. Die Hansestadt entwickelt diese Schnittstelle zusammen mit dem Kooperationspartner Hessen. Hessen und Hamburg wären dann die ersten Landespolizeien, die Firmen ein solches Angebot anbieten können.