Krieg in Somalia:

Regierungstreue Einheiten übernehmen Kontrolle in Mogadischu

Nach dem Rückzug der islamischen Miliz haben regierungstreue Milizen in der somalischen Hauptstadt mehrere zentrale Gebäude erobert. Die Übergangsregierung verhängte den Ausnahmezustand über das ostafrikanische Land.

Mogadischu. Auch der ehemalige Präsidentenpalast werde mittlerweile wieder von regierungstreuen Einheiten kontrolliert, sagte ein Sprecher der Somalischen Nationalallianz (SNA). Die SNA gehört zu dem ehemaligen Kriegsfürsten Hussein Mohamed Aidid, der als Innenminister und Vize-Ministerpräsident inzwischen der Übergangsregierung angehört. Wie der Sprecher weiter sagte, wolle SNA die Regierung nun gern in der Hauptstadt willkommen heißen.

Um die Ruhe in dem ostafrikanischen Land wieder herzustellen, verhängte die Übergangsregierung mit Sitz in Baidoa unterdessen den Ausnahmezustand über Somalia. Damit solle eine allgemeine Entwaffnung vorangetrieben werden, sagte ein Regierungssprecher der Nachrichtenagentur AFP.

Nach dem Rückzug der Islamisten aus Mogadischu berichteten Bewohner von Plünderungen und Schießereien. Außerdem sollen in der Hauptstadt Straßensperren errichtet worden sein.