Überseequartier soll Herzstück der Hafencity werden - Baubeginn 2007

| Lesedauer: 2 Minuten

Das Überseequartier mit Kreuzfahrtterminal, Science Center, Geschäften und 400 Wohnungen für rund 1000 Menschen soll zum Herzstück der Hamburger Hafencity werden.

Das sagten Bausenator Micheal Freytag (CDU) und Oberbaudirektor Jörn Walter am Dienstag bei der Vorstellung der prämierten Entwürfe für das neue Quartier. In einer Ausstellung im Cruise Center werden bis Ende Januar die Pläne für insgesamt 16 Gebäude präsentiert. Baubeginn für das Projekt mit einem Investitionsvolumen von rund 800 Millionen Euro ist Mitte 2007. "Das Überseequartier kombiniert Spitzenarchitektur mit neuer Lebensqualität am Wasser", sagte Freytag.

Auf rund 8,6 Hektar zwischen Elbe und Magdeburger Hafen wird nach seinen Worten bis zum Jahr 2011 ein "Mix aus Wohnungen, Büros, Einzelhandel und Gastronomie entstehen". Auch die neue U- Bahn-Verbindung in die Hafencity werde zeitgleich fertig sein. 40 000 erwartete Besucher täglich und rund 6000 Beschäftigte allein im Überseequartier machten deutlich, wie wichtig der U-Bahn-Bau sei.

Hamburgs Oberbaudirektor betonte, wichtig für das neue Quartier sei ein ausgewogenes Verhältnis von "Form und Funktionalität, von Normalität und Besonderem". Aufgabe für die Architekten sei es auch gewesen, moderne Architektur und historische Bauwerke wie das denkmalgeschützte Alte Hafenamt zu verbinden. Hier soll später eine Markthalle untergebracht werden. Eines der wichtigsten Gebäude des Überseezentrums ist für Walter das Kreuzfahrtterminal mit integriertem Luxus-Hotel. In diesem Jahr haben 60 Kreuzfahrtschiffe in Hamburg angelegt, 2010 werden es etwa 120 sein, meinte Freytag.

Die Hamburger Hafencity ist Europas größtes Städtebauprojekt. Rund 15 mal größer als der Potsdamer Platz in Berlin ist die Planungsfläche an der Elbe. Auf ausgedienten Hafenflächen in einer Größenordnung von mehr als 155 Hektar entsteht in nur 800 Meter Luftlinie vom Rathaus ein völlig neuer Stadtteil. Er soll bis zum Jahr 2020 endgültig fertig sein. Dann sollen hier nach den Vorstellungen der Planer mehr als 12 000 Menschen leben und rund 40 000 Arbeitsplätze entstanden sein.

( dpa )