Österreichs Ski-Damen dominieren erneut beim Ski-Weltcup

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Deutsches Team dagegen enttäuscht.

Pichl/Österreich. Die österreichischen Ski-Damen haben die internationale Konkurrenz beim Heim-Weltcup fast nach Belieben beherrscht und auch den deutschen Skirennfahrerinnen deutlich die Grenzen aufgezeigt. Dem Vierfach-Erfolg in der Kombination vom Freitag ließen die Gastgeber am Samstag im Super-G ein fast noch eindrucksvolleres Ergebnis folgen. Angeführt von Renate Götschl, die in Pichl ihren 40. Weltcup-Sieg feierte, kam sieben der ersten Acht aus Österreich. Lediglich die Schweizerin Martina Schild konnte hinter Nicole Hosp als Dritte die Phalanx des Nachbarlandes durchbrechen. Als beste Deutsche landete Petra Haltmayr (Rettenberg)auf dem enttäuschenden 23. Platz.

"Oben war ich ganz gut, unten hab' ich zu viel taktiert", meinte Haltmayr, die in dieser Saison nicht richtig in Schwung kommt und wie die junge Garde zu zurückhaltend unterwegs war. "Wir haben nicht erwartet, dass wir unter den Siegern sind, aber Petra Haltmayr muss unter die 15 fahren können", sagte Sportdirektor Wolfgang Maier, der ebenso wie Damen-Cheftrainer Mathias Berthold mit dem Abschneiden und nur zwei Sportlerinnen in den Weltcup-Punkten nicht zufrieden war.

Maria Riesch aus Partenkirchen ärgerte sich über Rang 26. "Ich war im Ziel enttäuscht. Das war eine total verkorkste Fahrt", sagte die 22-Jährige, die nach dem Zieleinlauf ihre Sachen zusammenpackte und sich auf den Heimweg zur Beerdigung ihres Opas machte. Fanny Chmalar (Partenkirchen) beendete das Rennen als 34., Viktoria Rebensburg (Kreuth) zeigte beim zweiten Weltcup als 38. eine tadellose Leistung, Gina Stechert (Oberstdorf) musste sich mit Rang 42 begnügen.

Nach dem ersten Vierfacherfolg seit dem Vemdalen-Slalom 1990 vom Freitag waren die Österreicherinnen bei der Damen-Weltcup-Premiere auf der Reiteralm bei Schladming auch am Samstag nicht zu schlagen. "Der 40. Weltcup-Sieg wird mir lange in Erinnerung bleiben. Beim Heimrennen in der Steiermark zu gewinnen, was Schöneres kann es nicht geben", sagte die 31-Jahre alte "Speed-Queen" Götschl nach ihrem 15. Super-G-Erfolg. Nun fehlt ihr nur noch ein Sieg um in dieser Disziplin die Rekordhalterin Katja Seizinger einzuholen.

Die Führung in der Weltcup-Gesamtwertung verteidigte Götschls Teamkollegin Nicole Hosp mit 421 Zählern vor Marlies Schild (377 Punkte/Österreich), Renate Götschl (311) und Kathrin Zettel (310/Österreich). Im Disziplin-Weltcup bleibt die Siegerin vom Samstag mit zwei Erfolgen in zwei Rennen deutlich vorn. Österreichs alpine Ski-Damen konnten in diesem Winter bislang 14 von 24 Podestplätzen verbuchen und sechs der acht Rennen gewinnen.