Hamburg

Obdachloser totgeprügelt: 2000 Euro Belohnung für Hinweise

Am Einkaufszentrum Mercado in Ottensen wurde der 35-Jährige am 28. August 2018 noch unversehrt gesehen (Archivbild).

Am Einkaufszentrum Mercado in Ottensen wurde der 35-Jährige am 28. August 2018 noch unversehrt gesehen (Archivbild).

Foto: Andreas Laible

Der 35-Jährige wurde im August 2018 vor dem Mercado in Ottensen massiv getreten und geschlagen. Die Polizei sucht Zeugen.

Hamburg. Der Täter muss äußerst brutal vorgegangen sein: Im Sommer 2018 schlug und trat er so heftig auf einen 35 Jahre alten Obdachlosen ein, dass dieser kurz darauf an seinen schweren inneren Verletzungen verstarb. Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat nun eine Belohnung in Höhe von 2000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ermittlung des Täters zu führen.

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, hielt sich der 35-jährige Rene G. am 28. August 2018 gegen Mittag zusammen mit anderen Obdachlosen vor dem Eingang zum Mercado-Center an der Ottenser Hauptstraße auf. "Nach dem Stand der bisherigen Ermittlungen ist davon auszugehen, dass er in der Folgezeit zwischen dem 28. August und dem 30. August 2018 erheblich geschlagen und getreten wurde", sagte Polizeisprecher Florian Abbenseth.

Obdachloser brach in der Nähe des CaFée mit Herz zusammen

Am 30. August 2018 brach Rene G. in den Vormittagsstunden in einem Park an der Bernhard-Nocht-Straße (Sankt Pauli) zusammen – in der Nähe befindet sich der Eingang zum CaFée mit Herz, wo Obdachlose und andere Bedürftige mit Essen, Kleidung sowie menschlicher Nähe versorgt werden.

Der 35-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht. Dort verstarb der Mann am folgenden Tag an seinen schweren inneren Verletzungen. Die polizeilichen Ermittlungen führt die Mordkommission. Zeugen, die den Vorfall im August 2018 beobachtet haben oder sonst Angaben machen können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 040/4286-56789 oder bei einer Polizeidienststelle zu melden.

Die Polizei weist darauf hin, dass die Belohnung ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Beamte bestimmt ist, "zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört".