Zug-Verkehr betroffen

Verdächtiger Gegenstand am Bahnhof Meckelfeld gesprengt

Verdächtiges Gepäckstück sorgte für Vollsperrung der Bahnstrecke Winsen-Harburg. Gebäude wurden evakuiert.

Meckelfeld/Hamburg. Wegen eines Einsatzes der Bundespolizei auf dem Bahnhof in Meckelfeld musste der Bahnhof und die Bahn-Strecke zwischen Harburg und Winsen am Mittwoch ab 9.53 Uhr für gut zwei Stunden gesperrt werden. Grund für den Einsatz war ein verdächtiges Gepäckstück am Bahnsteig. Entschärfer der Bundespolizei aus Hamburg röntgen den Beutel und schossen anschließend mit einem Wassergewehr auf das Gepäckstück.

Bei einem Wassergewehr handelt es sich um ein Schussgerät, das Wasser mittels einer Treibladung unter hohem Druck auf ein Ziel schießt. Es wird häufig bei „Kofferbomben“ und anderen verdächtigen Gegenständen eingesetzt.

Polizei sucht Eigentümer des Gepäckstücks

"Es befanden sich keine gefährlichen Gegenstände darin", teilte die Bundespolizeiinspektion Bremen am Mittag mit. Strafrechtliche Ermittlungen zum unbekannten Eigentümer des Gepäckstücks dauerten an. Auch zivilrechtlichen Forderungen der Eisenbahnunternehmens seien nicht auszuschließen.

Ein Reisender hatte am Mittwochmorgen einen "herrenlosen Kunststoffbeutel" gemeldet, der am Endes des Bahnsteigs abgelegt war. Daraufhin wurden zwei Bürogebäude nahe des Bahnhofes evakuiert. Fahrgäste mussten sich in Geduld üben. Denn Züge des Fernverkehrs zwischen Hannover und Hamburg wurden über Rotenburg umgeleitet. Acht Züge der metronom-Eisenbahngesellschaft fielen aus oder verspäteten sich.

Nicht nur die Bundespolizei, auch die Landespolizei, die Feuerwehr und die Besatzung eines Rettungswagens waren vor Ort. Die Bundespolizeiinspektion Bremen bittet Zeugen, die Hinweise zum Eigentümer des Gepäckstücks geben können, sich unter der Rufnummer 0421/162 995 zu melden.

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