Phoenix

Gefährliche TV-Serien

Phoenix. Wir alle kennen diese Szene: eine Gruppe Ärzte, die aufgeregt um einen Patienten herumsteht und alles versucht, um dessen Leben zu retten. Doch das gelingt offenbar selten, wie eine Studie von US-Forschern herausfand. Die Wissenschaftler haben fiktive Fälle aus Krankenhausserien mit echten Fällen verglichen. Das Ergebnis: Fernsehpatienten sterben dreimal häufiger als reale Patienten. Wenn sie überleben, genesen die schwer verletzten Fernsehpatienten aber schneller, denn der Analyse zufolge war die Hälfte von ihnen nach einer Woche schon wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Dagegen war die Langzeit-Rehabilitation in der Serie stark unterrepräsentiert: Nur sechs Prozent der Patienten kamen in Langzeit-Pflege; im echten Leben liegt die Quote bei 22 Prozent. Aber das ist dann im Vergleich zum schnellen TV-Ableben doch die bessere Alternative.