Berlin

Umweltschützer: Orang-Utans geht es schlechter denn je

Berlin. Immer mehr Plantagen, immer weniger Natur: Die Zukunftsperspektiven von Orang-Utans haben sich aus Sicht von Umweltschützern weiter verschlechtert. „Die Situation für den Orang-Utan war noch nie so ernst“, mahnt die Tierschutzorganisation Borneo Orangutan Survival vor dem Welt-Orang-Utan-Tag an diesem Sonnabend. Sie warnt vor dem Aussterben der Menschenaffen, wenn die Zerstörung des Regenwaldes andauert.

In den vergangenen drei Jahrzehnten hätten die Tiere, die nur noch auf den Inseln Sumatra und Borneo vorkommen, fast die Hälfte ihres Lebensraums verloren, betont auch die Umweltstiftung WWF. Teils würden Brände gelegt, um Regenwald roden und die Flächen als Plantagen nutzen zu können. Von dort kommen Palmöl, Holz und Papier auch auf den deutschen Markt.

Orang-Utans gelten als vom Aussterben bedroht. Nach Schätzungen der Weltnaturschutzunion IUCN gibt es noch rund 104.000 Orang-Utans auf Borneo und rund 14.600 auf Sumatra. Der WWF schätzt die Zahl auf Borneo mit rund 54.000 Exemplaren inzwischen deutlich geringer ein.