Amateurfußball

Correira wird für Altona zum Unglücksraben

Das kann doch nicht  wahr sein! Altonas Torwart Du Preez und Verteidiger Yilmaz betrauern das unglückliche Gegentor zum 1:1 gegen Oldenburg

Das kann doch nicht wahr sein! Altonas Torwart Du Preez und Verteidiger Yilmaz betrauern das unglückliche Gegentor zum 1:1 gegen Oldenburg

Foto: Andre Matz / HA

Altonas Einwechselspieler verschuldet 1:1, BU-Spieler stehen zum Trainer, Pietsch schlägt ein

Hamburg.  „Viel Glück“ hatte AFC-Manager Andreas Klobedanz seinem Schützling Eliezer Correira Ca bei seiner Einwechslung gewünscht, doch das Glück brachte er nicht mit auf den Platz: Sekunden später sah Correira Ca nur untätig zu, der Oldenburger Daniel Franziskus konnte schießen und abgefälscht von Altonas Innenverteidiger Jan Novotny trudelte der Ball zum 1:1 ins Netz. Vorher hatte der AFC vor 1396 Zuschauern klasse gespielt, verdient durch ein Tor von Nick Brisevac gegen den favorisierten VfB Oldenburg geführt.

Doch schon wie im ersten Heimspiel gegen den TSV Havelse stand 93 am Ende durch einen Doppelschlag ohne Punkte da. Über Keeper Joshua Du Preez erzielte Joker Marcel Lück mit einem passgenauen Kopfball das 2:1 für die Gäste, Altona fand danach nicht wieder in die Spur zurück. „Der Sieg war zum Greifen nah“ fand nicht nur AFC-Trainer Berkan Algan, „und mich macht es traurig, dass wir gar nicht so schlecht waren. Wir müssen sehen, dass wir möglichst schnell auf die 40 Punkte kommen.“


Demo für den Trainer Frank Pieper

Mit einem 2:0-Auswärtssieg beim Geheimfavoriten FC Türkiye reagierten die Spieler von Oberligist HSV Barmbek-Uhlenhorst auf das Ultimatum für ihren Trainer Frank Pieper. BU-Präsident Frank Meyer hatte Pieper nach dem 1:5 gegen Teutonia 05 fünf Spieltage Frist eingeräumt (Abendblatt berichtete), bevor eine Entscheidung über ihn und seinen Assistenten Peter Paczkowski gefällt werden soll.

Der Sieg bei Türkiye geriet nun mit Glück, Geschick und Können zur Demonstration für den öffentlich angezählten Coach. Hinten hielt Torwart Dennis Bock mit mehreren Glanzparaden seinen Kasten sauber, in Hälfte zwei belohnten Mohamed Labiadh (75.) und Benjamin Lipke (88.) die Leistungssteigerung der Gäste mit sehenswerten Toren. Beim ersten Treffer jubelte Pieper in der Spielertraube 20 Meter von der Trainerbank entfernt mit, nach dem zweiten Treffer fiel Benjamin Lipke vor ihm gar rutschend auf die Knie, und die ganze Mannschaft folgte. So geriet der Sieg zu einer Demonstration für den BU-Trainer. Das sahen alle so. Außer Pieper selbst, der cool reagierte, Meyers Ultimatum nicht öffentlich beantwortete. Pieper: „Wir kümmern uns alle nur um unsere Arbeit auf dem Platz.“


Zschimmer entschuldigte sich für sein Fehlverhalten

Eine ungewöhnlich faire Art des Umgangs mit dem eigenen Fehlverhalten erspart Concordias Kevin Zschimmer eine Verhandlung vor dem Sportgericht. Der Mittelfeldspieler des Oberligisten war beim 1:4 in Wedel für einen Schubser an Schiedsrichter Johannes-Mayer Lindenberg (Harburger TB) vom Feld geflogen. Nach Spielschluss entschuldigte sich Zschimmer bei Mayer-Lindenberg – und tat dies nun per Pressemitteilung auch öffentlich.

„Das war ein Fehler von mir, der so noch nie vorkam und auch nie wieder vorkommen soll“, so Zschimmer. Cordi belegte den Spieler von sich aus mit einer vierwöchigen vereinsinternen Sperre für alle Wettbewerbe. Der Hamburger Fußballverband erkannte die Bemühungen von Club und Spieler an, akzeptiert die Strafe und verzichtet auf ein eigenes Verfahren. Sportlich lief es bei Cordi ohne Zschimmer übrigens nicht. Gegen den TuS Osdorf verlor die Mannschaft daheim mit 1:3.


Kurioser Einstand von Pascal Pietsch

Einen kuriosen Einstand feierte Pascal Pietsch in der Bezirksliga Süd in seinem ersten Spiel für den Hamm United FC. Der 28-jährige Angreifer wechselte vor wenigen Tagen vom Oberligisten FC Teutonia 05 zu den „Geächteten“ in den Hammer Park. Erster Gegner: ausgerechnet die zweite Mannschaft der Teutonen. Da wollte sich Pietsch nicht lumpen lassen. Der wieselflinke Stürmer erzielte beim 8:0 zwischen der 20. und 29, Minute einen Hattrick, legte drei Treffer direkt auf und leitete zwei Tore ein.

„Er war wirklich an allen Treffern beteiligt und er hat auch noch die Latte getroffen, eine unglaubliche Leistung“, lobte Hamms Teammanager Jassi Huremovic. Und Hamms Präsident Jörn Heinemann verkündete stolz: „Er hat sich trotz höherklassiger Angebote für uns entschieden. Das zeigt deutlich, dass bei Hamm United Kameradschaft in dieser Saison wieder groß geschrieben wird.“


Unermüdlich auf Torjagd in der Regionalliga Nord befindet sich Törles Knöll. Der 20-jährige Stürmer des HSV II erzielte beim 2:0 in Hildesheim sein viertes Tor im dritten Spiel (60.). Finn Porath hatte die Führung besorgt (45.). Die Partie zwischen Egestorf-Langreder und St. Pauli II fiel aus.Vor einer grausamen Saison in der Landesliga Hammonia steht TBS-Pinneberg. Die durch einen großen Umbruch im Sommer geschwächte Mannschaft verlor am Sonntagmorgen beim HEBC mit 0:17 – und befindet sich schon nach dem dritten Spieltag mit null Punkten und 1:31 Toren auf den Spuren des SV Lurup, der in den vergangenen zwei Saisons keine Partie gewann.