Porto

Mehr als 100 Waldbrände wüten in Portugal

Porto.  Südeuropa leidet weiter unter schweren Waldbränden. Nach dem verheerenden Feuer auf der Kanareninsel La Palma brennt es nun in Portugal. Auf dem Festland und auf der Atlantik-Insel Madeira wüteten am Dienstag rund 110 Waldbrände. Mit 29 Bränden sei die Region um die Metropole Porto im Norden des Landes am stärksten betroffen. Bei der Bekämpfung der Flammen seien landesweit 2900 Feuerwehrleute sowie mehrere Hundertschaften des Militärs im Einsatz, hieß es. Nach Angaben des Zivilschutzes waren zwölf der Brände von „bedeutender Größe“. Mehrere Dörfer im Norden des Landes und auf Madeira wurden evakuiert. Die Madeira-Hauptstadt Funchal rief am Dienstag den Notstand aus. Ministerpräsident António Costa habe ein Treffen mit der Führung des Zivilschutzes anberaumt.

Den Brand auf La Palma konnten die Hilfskräfte inzwischen weitgehend unter Kontrolle bringen. Nach Behördenangaben sind 6,8 Prozent der Fläche der Kanaren-Insel zerstört worden. Insgesamt seien mehr als 4800 Hektar betroffen. Das Feuer war vermutlich von einem 27-jährigen Deutschen ausgelöst worden, der Toilettenpapier verbrannt hatte. Der Mann sitzt derzeit in Untersuchungshaft.

Auch vom spanischen Festland, etwa in Galicien im Nordwesten Spanien, sind Waldbrände gemeldet worden. In Südeuropa kommt es derzeit wegen anhaltender Trockenheit und hohen Temperaturen schnell zu Bränden.