Ratgeber Extra

Wenn Senioren umziehen müssen

Wohnungswechsel sind mühsam, besonders für ältere Menschen. Professionelle Helfer sollten Einfühlungsvermögen zeigen

Ob in eine kleinere Wohnung, zu den Kindern oder in eine Senioreneinrichtung: Gerade für ältere Menschen kann ein Umzug eine große Belastung darstellen. Denn sie sind aufgrund ihres Alters oftmals nicht mehr so mobil und leistungsfähig wie in jüngeren Jahren und deshalb in besonderem Maße auf Unterstützung angewiesen.

„Für die meisten Senioren ist es kein einfacher Schritt, ihre Wohnung oder ihr Haus aufzugeben und sich von lieb gewonnenen Möbeln oder persönlichen Dingen zu trennen. Das erleben wir immer wieder“, berichtet Kari John aus der Vermietungsabteilung der Elbschloss Residenz. Viele Senioren würden daher Dinge in die neue Wohnung mitbringen, die sie eigentlich nicht mehr brauchen, aber auf keinen Fall zurücklassen möchten. Einen Umzug allein zu stemmen, sei für die meisten älteren Menschen unmöglich, so die Erfahrung von Kari John: „Sofern nicht Freunde und Familienangehörige mithelfen, muss ein versiertes Umzugsunternehmen beauftragt werden, dessen Mitarbeiter unbedingt Einfühlungsvermögen und Sensibilität mitbringen sollten.“ Bei der Auswahl eines passenden Dienstleisters helfe man in der Elbschloss Residenz gern.

Wenn ein ganzer Lebensabschnitt bewegt wird – und nichts anderes ist ein Umzug für ältere Menschen – sollte es einem guten Unternehmen gelingen, den Ortswechsel so leicht und unkompliziert wie möglich für die Betroffenen zu gestalten.

Professionelle und verlässliche Anbieter zeichnen sich dadurch aus, dass ihren Leistungen eine unverbindliche und ausführliche Beratung vorausgeht. Dabei kann in aller Ruhe abgeklärt werden, welchen Service das Umzugsunternehmen erbringen soll. Das sorgt auch für ein Gefühl der Sicherheit. Müssen zum Beispiel Umzugskartons organisiert werden? Ist eine Halteverbotszone einzurichten? Und wer verpackt das Hab und Gut? Am besten ist es natürlich, wenn die Umziehenden letzteres selbst erledigen. Sie können dann für jeden einzelnen Gegenstand bestimmen, ob dieser eingepackt, entsorgt oder weitergegeben werden soll.

Hilfreich ist es, wenn Verwandte oder Bekannte beim Einpacken helfen. Umzugsunternehmen übernehmen diese Aufgabe ebenfalls gern. Das gilt auch für die Möbelmontage, den Einbau von Elektrogeräten oder Dübelarbeiten in der neuen Wohnung, die viele Unternehmen mit anbieten.

Zum Service eines professionellen Umzugsunternehmens gehört auch die Entrümpelung. Man sollte jedoch bedenken, dass antike Möbel viel Geld am Markt erzielen können. Viele Umzugsunternehmen übernehmen Entrümpelungen zu einem Preis, auf den Erlöse aus dem Verkauf von Antiquitäten angerechnet werden. Daher ist es ratsam, sich vor dem Umzug Klarheit über den Wert der Möbel zu verschaffen – das stärkt die Verhandlungsposition.

Insbesondere der Transport von großen und wertvollen Einrichtungsgegenständen gestaltet sich oft schwierig – Know-how und Erfahrung sind dann gefragt. Für den Transport von sehr schweren oder sperrigen Gegenständen muss oft ein Spezialtransport angefordert werden. Schließlich erfordert es viel Erfahrung, ein Klavier oder einen schweren antiken Schrank ohne Beschädigung ins neue Domizil zu bringen.

Am Umzugstag selbst wollen viele Senioren persönlich dabei sein und unter Umständen auch selbst mit anpacken oder Anweisungen geben. „Andere wiederum bleiben den Umzugsarbeiten lieber fern. Denn jeder Umzug ist anders und die konkrete Ausgestaltung richtet sich immer nach den individuellen Wünschen der Umziehenden“, sagt Carmen Dost von Seniorenumzüge Hamburg – Ralf Schmidt. Das Unternehmen bietet von der ersten Beratung bis hin zur Wohnungsübergabe alle Dienstleistungen aus einer Hand an und arbeitet mit sehr vielen Hamburger Senioreneinrichtungen zusammen. Wie Carmen Dost weiter berichtet, sei für größere Umzüge eine Vorlaufzeit von vier bis sechs Wochen empfehlenswert. Im Notfall könne man aber auch innerhalb von zwei bis drei Tagen einen Umzug organisieren. Für Transporte über längere Distanzen halten Umzugsunternehmen und Möbelspeditionen besondere Angebote bereit, denn hier gibt es andere Anforderungen an die Logistik. Und manchmal müssen Möbel auch zwischengelagert werden.

Die Gebühren der Unternehmen im Angebot genau vergleichen

Bleibt die Frage nach den Umzugskosten. Diese hängen unter anderem von der Größe des Haushaltes, von den Wegen von der Haustür zum Transporter, der Entfernung zwischen der alten Wohnung und dem neuen Domizil und auch von den individuell gewünschten Leistungen ab.

Je genauer die Angaben über die zu transportierenden Gegenstände sind, desto besser. Die Hamburger Möbelspedition Hermann Krosanke arbeitet vorzugsweise auf Stundenbasis. Für zwei Mann inklusive LKW sind netto 79,50 Euro zu zahlen. Ralf Schmidt berechnet für einen Umzugshelfer 49,90 Euro pro Stunde, für eine Ein- und Auspackhilfe 34,90 Euro. Der Seniorenumzugsservice Hamburg unterbreitet auch Festpreisangebote. „In der Regel kostet ein Umzug innerhalb Hamburgs je nach Umfang der zu erbringenden Leistungen und der Menge des Inventars zwischen 850 und 1800 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer“, sagt Inhaber Michael Leppelt. Ein Preisvergleich lohnt sich auf alle Fälle.