Auf der Flucht

Polizei sucht Täter nach Messerstecherei auf St. Pauli

Foto: dpa/ZGBZGH

Die Tat ereignete sich in der Nacht von Freitag auf Sonnabend. Mehrere Personen wurden zum Teil schwer verletzt, die mutmaßlichen Täter konnten entkommen. Die Polizei sucht auch weitere Zeugen.

Hamburg. Bei einer Messerstecherei in einer Kneipe auf dem Hans-Albers-Platz an der Reeperbahn sind am Sonnabend mehrere Gäste verletzt worden. Ein 19-Jähriger erlitt schwere Rückenverletzungen, schwebt nach Angaben eines Sprechers der Polizei Hamburg aber nicht mehr in Lebensgefahr.

Gegen fünf Uhr morgens war es in dem Lokal zu einem Streit zwischen mehreren Gästen gekommen. Ein etwa 30 bis 40 Jahre alter Mann wurde dabei über dem rechten Auge verletzt. Er verließ zunächst die Gaststätte - kehrte aber etwa eine Stunde später wieder zurück. An seiner Seite: drei weitere Männer.

Gruppe versprühte Pfefferspray - dann eskalierte Situation

Die Gruppe zückte Pfefferspray und versprühte es ungezielt in dem Raum und auf die Gäste. Dann eskalierte die Situation: Wie die Polizei berichtet, stach ein Mann aus der Gruppe des 30- bis 40-Jährigen einem 19 Jahre alten Gast mit einem Messer in den Oberkörper. Der junge Mann schwebte in Lebensgefahr, wurde in eine Klinik gebracht.

Ein anderer 19-Jähriger erlitt ebenfalls eine Stichverletzung, die jedoch nicht lebensbedrohlich war. Auch er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Zwei weitere Gäste, 20 und 27 Jahre alt, zogen sich bei der Auseinandersetzung Kopfverletzungen zu. Sie konnten die Klinik nach ambulanter Behandlung mittlerweile wieder verlassen.

Die Gruppe um den Tatverdächtigen flüchtete in unbekannte Richtung. Eine Fahndung mit sieben Streifenwagen blieb zunächst erfolglos.

Polizei sucht Zeugen

Nun bittet die Polizei um Mithilfe: Wer kann Hinweise zu dem 30 bis 40 Jahre alten Haupttatverdächtigen geben? Der Mann ist zwischen 1,70 und 1,80 Meter groß, sportlich, schlank und hat dunkle Haare. Eventuell ist er Osteuropäer. Auffällig: Der Mann hat ein geschwollenes Auge und eventuell eine Verletzung am Mund. Hinweise gehen an die Verbindungsstelle im Landeskriminalamt unter der Rufnummer 4286-56789.

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