Erste verunreinigte Wasservögel durch Diesel auf der Elbe

Nach der Schiffshavarie vor den Toren Hamburgs und dem Austritt von 120 Tonnen Diesel liegen der Umweltorganisation BUND erste Informationen über "stark verunreinigte" Wasservögel vor. "Wir haben entsprechende Angaben von Anwohnern an der Elbe erhalten", sagte BUND-Landesgeschäftsführer Manfred Braasch am Donnerstag. Zwar bilde sich nicht wie bei einer Ölpest eine schwarze Ölschicht auf dem Gefieder. "Aber wenn die Vögel ihr Gefieder reinigen, schlucken sie den Diesel und können dadurch verenden." Der BUND kritisierte das Krisenmanagement der Umweltbehörde. Der Treibstoff - etwa 120 000 Liter - habe sich trotz der Ölsperren großflächig im Fluss verteilt.