Steuerrazzia bei Hansa Funktaxi

Möglicher Steuerskandal bei Hamburgs zweitgrößtem Taxiunternehmen: Steuerfahnder des Hamburger Finanzamtes haben am Dienstag Geschäftsräume des Taxiunternehmens Hansa Funktaxi 211211 in Hamburg, Schleswig-Holstein und in Niedersachsen durchsucht. Bei der Razzia waren allein in der Hamburger Unternehmenszentrale an der Straße Am Schiffbeker Berg in Billstedt 67 Beamte im Einsatz. Unterstützt wurden sie von acht Beamten in Elmshorn. In Lüneburg wurden weitere Geschäftsräume und Büros von sechs Fahndern unter die Lupe genommen. Die Durchsuchungen dauerten den gesamten Dienstag an. Medienangaben zufolge geht es um den Vorwurf der Steuerhinterziehung: Das Taxiunternehmen soll Umsatzsteuer in Millionenhöhe hinterzogen haben. Der Sprecher der Hamburger Finanzbehörde, Sebastian Panknin, bestätigte den Vorwurf mit Hinweis auf das laufende Ermittlungsverfahren nicht. Nach Informationen des Abendblatts hatte das Hamburger Finanzamt den richterlichen Durchsuchungsbeschluss beim zuständigen Amtsgericht selbst beantragt. Am gestrigen Mittwoch kam der Aufsichtsrat des Unternehmens zu einem Krisengespräch zusammen. Hansa-Funktaxi-Chef Jürgen Kruse war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Eigenen Angaben nach ist die Funktaxi-Genossenschaft mit 750 Taxen und 1500 Fahrern die zweitgrößte Vermittlungszentrale Hamburgs und mit 3,45 Millionen Touren (Zahl aus 2003) die stärkste deutsche Datenfunkzentrale.