Justiz soll schwere Straftaten auch nach Freispruch ahnden können

Schwerste Straftaten wie Mord sollen künftig auch dann noch geahndet werden können, wenn der mutmaßliche Täter bereits rechtskräftig freigesprochen worden ist. Der Hamburger Senat beschloss am Dienstag eine Bundesratsinitiative, wonach neue etwa durch DNA-Analysen erlangte Beweise für eine Wiederaufnahme des Verfahrens ausreichen sollen. Bislang können Verfahren nur sehr selten neu aufgerollt werden, etwa bei gefälschten Beweisen oder Falschaussagen der Zeugen. Der Senat beschloss zudem, sich mit Hessen und Niedersachsen im Bundesrat für einen kostenlosen Opferanwalt bei schwerer Körperverletzung, Menschenraub oder Geiselnahme einzusetzen.