Bürgerschaft: Debatte um Kinderschutz

Vertreter von SPD und GAL haben dem CDU-Senat vorgeworfen, er engagiere sich zu wenig für vernachlässigte Kinder. Auch zwei Jahre nach Jessicas Hungertod gebe es kein ganzheitliches Konzept zur Unterstützung der Familien, die in prekären Verhältnissen Kinder großzögen, so Christiane Blömeke (GAL) in der Bürgerschaft. Dirk Kienscherf (SPD) unterstellte der CDU, sie interessiere sich für Kinderschutz "nur wenig". Hintergrund war offenbar auch das Fehlen von Sozialsenatorin Birgit Schnieber-Jastram (CDU), die an der Gesundheitsministerkonferenz teilnahm. Sie wurde am Rednerpult vertreten von Schulsenatorin Alexandra Dinges-Dierig (CDU), die konterte, dass der Senat bei diesem Thema "Vorreiter" in Deutschland sei und bleiben wolle. Deshalb sei Schnieber-Jastram auch - wie angekündigt - auf der Ministerkonferenz.