Tod eines Säuglings - Ärzte wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht

Fünf Jahre nach dem Tod eines Säuglings in einem Hamburger Krankenhaus müssen sich zwei Mediziner wegen fahrlässiger Tötung seit Dienstag vor dem Amtsgericht St. Georg verantworten. Die Staatsanwaltschaft legt einer jetzt 36-jährigen Ärztin und einem 40 Jahre alten Berufskollegen zur Last, im Juni 2002 bei dem neugeborenen Jungen eine Sepsis zu spät erkannt, den Kleinen falsch behandelt und somit seinen Tod verschuldet zu haben. Zum Prozessauftakt wiesen die beiden Angeklagten die Vorwürfe zurück. Nach dem Tod des Jungen war auch gegen einen Chefarzt und weitere Mediziner ermittelt worden, doch wurden diese Verfahren mangels eines hinreichenden Tatverdachts eingestellt.