Nabu: "Senat tut zu wenig für Wasserqualität"

Der Nabu wirft dem Senat vor, sich zu wenig um die Verbesserung der Wasserqualität von Flüssen und Seen zu kümmern. "Mehr als 90 Prozent der Gewässer sind kritisch belastet", heißt es in einer Erklärung des Nabu. Die Fließgewässer seien auf weiten Strecken begradigt und zu Vorflutern ausgebaut worden. Bei Niederschlägen rissen große Hochwasserwellen Fische und andere Wasserlebewesen mit sich. Die Organisation wirft dem Senat vor, die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie zu behindern. "Hamburg zögert nicht nur bei der Ausweisung von Überflutungsgebieten, teils wird sogar in den hochwassergefährdeten Flächen gebaut wie aktuell zum Beispiel an der Kollau in Niendorf", sagt der Nabu-Gewässerexperte Tobias Ernst.